Der Czillaner war geduldig, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.

»Also schön. Warum?«

Ortega lächelte bewundernd.

»Mir ist das erst heute früh aufgegangen, und ich könnte mit dem Schädel gegen eine Wand fahren, weil ich das nicht früher gesehen habe. Sie hat das aus mehrerlei Gründen getan. Erstens hörte sie mich darüber aus, wie ich zu dem Ganzen stehen mochte, und machte sich einen Begriff davon, welchen Einfluß ich hier noch habe. Zweitens sorgte sie dafür, daß diese Art von Unternehmen — eine Jagd auf Brazil — stattfinden würde.«

»Aber das mußte Brazils Untergang bedeuten«, warf der Czillaner ein.

Das schiefe Grinsen wurde breiter.

»Nicht, wenn Nathan Brazil schon hier war, vor allen anderen. Wir mußten so viel Zeit mit der Jagd nach ihm vergeuden, daß wir ihn in Ambreza nicht suchen würden, bis es zu spät war. Wollen wir wetten?«

»Haben Sie irgendeinen Beweis dafür?« fragte der Czillaner skeptisch.

»Das uralte Muschelspiel«, fuhr der Schlangenmann fort, nur zum Teil auf die Frage eingehend. »Man nimmt drei Muscheln, legt unter eine ein Steinchen, dann schiebt man sie so durcheinander, daß man das Opfer verwirrt. Der Tölpel glaubt, er sieht die Muschel mit dem Steinchen nach rechts wandern, aber das ist Täuschung. Das Steinchen bleibt in der Mitte. So war es diesmal auch. Zuerst wischte das Steinchen — also Brazil — herein, und wir saßen da und sahen zu, wie die leeren Muscheln verschoben wurden.«

»Aber haben Sie einen Beweis dafür?« fragte der Czillaner beharrlich.

Buschige Brauen stiegen hoch.

»Beweis? Versteht sich. Als ich begriff, daß ich geleimt worden war, fiel es nicht mehr schwer.« Ortega griff über seinen U-förmigen Schreibtisch und drückte mit der unteren rechten Hand auf eine Reihe von Knöpfen an einer kleinen Steuertafel.



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