„Ich habe keine Fragen mehr“, sagte Olga spitzbübisch.

„Dann fahren wir hinunter.“ Ein automatischer Fahrstuhl brachte sie in einigen Sekunden auf den Grund des fünfundzwanzig Meter tiefen Grabens.

Von dort unten wirkte das Schiff noch grandioser als von oben. Die glatten, gewölbten Bordwände schienen sich in den Himmel zu erheben. Etwa dreißig Meter hoch befand sich der obere Teil, der von unten nicht zu sehen war. Bug und Heck endeten in weiter Ferne. Das Auge vermochte das Schiff nicht mit einem Blick zu umfangen, es sah nur jenen unbedeutenden Teil, der unmittelbar vor ihm lag.

„Was für ein Koloß!“ Olga legte den Kopf in den Nacken.

Wie ein Dach hing die Schiffswand über ihnen. „Man kann sich kaum vorstellen, daß dieses Ungeheuer es fertigbringt, zu fliegen.“ Melnikow mußte lachen.

„Und ob es fliegt!“ sagte er. „Die Höchstgeschwindigkeit des Raumschiffs beträgt vierzig Kilometer in der Sekunde.“

„Ich weiß, kann es aber kaum glauben.“ Sie war ein wenig fassungslos. Die stumme und scheinbar drohende Metallmasse, die ihr zu Häupten hing, wirkte unwillkürlich auf ihre Nerven.

„Gehen wir hinein!“ Ganz in der Nähe war ein Eingang. Er stand offen, und eine Aluminiumtreppe führte ins Innere. Sie war steil und hatte kein Geländer.

Wie ein Artist vom Zirkus erklomm Orlow sie. Olga war das enge Kleid hinderlich. Melnikow faßte seine Frau unter und geleitete sie geschickt hinauf. Kaum konnte sie noch sagen: „Du wirst abrutschen!“ — als sie auch schon im Innern des Schiffes angelangt waren.

Sie standen in einem kleinen, völlig kahlen Raum. Nur an der einen Wand hing ein Armaturenbrett mit verschiedenen Knöpfen. Die Öffnung im Boden, durch die sie eingestiegen waren, konnte durch eine Schiebetür verschlossen werden.



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