
Die jungen Raumfahrer waren begeistert von der Selbstbeherrschung Melnikows und gaben sich Mühe, wie er aufzutreten. Nur Paitschadse, der dem Freund nachgesehen hatte, schüttelte den Kopf und sagte leise zu Belopolski: „Die alte Art ist immer noch nicht verflogen.“
„Ich glaube nicht, daß das richtig gesehen ist“, entgegnete Konstantin Jewgenjewitsch. „Übrigens — wir werden ja sehen.“ Er wandte sich an die übrigen: „Freunde! Es wird Zeit!“ Am Eingang zum Fahrstuhl gaben alle der Reihe nach Larin die Hand. Melnikow sah, mit welcher Erregung viele seiner Kameraden sich von dem Ingenieur verabschiedeten, und ihm fiel ein, wie er selber einst, hoch am Eingangsluk von „SSSRKS 2“ stehend, dem Auto dieses Mannes nachgesehen hatte.
Dieses Auto hatte auch er damals als das letzte Bindeglied zwischen der Besatzung des Raumschiffes und der irdischen Menschheit empfunden.
„Auf Wiedersehen, Boris Nikolajewitsch!“ sagte Larin zu ihm.
„Auf Wiedersehen, Semjon Pawlowitsch! Bleiben Sie nicht hier stehen! Fahren Sie sofort ab!“
„Machen Sie sich keine Sorgen. Glückliche Reise!“ Die Türen der Ausgangsschleusen waren bereits bis auf eine geschlossen, bis auf jene, durch die zwei Wochen zuvor Melnikow, Orlow und Olga gegangen waren.
Melnikow stand das Bild seiner Frau vor Augen, aber kraft seines Willens vertrieb er es. In dieser Stunde hatte er nicht an sich, sondern an die anderen zu denken.
„Arsen Georgijewitsch“, sagte Belopolski, „kümmern Sie sich um alle, die zum erstenmal fliegen. Boris Nikolajewitsch bleibt bei mir am Steuerpult.“
„Gut, Konstantin Jewgenjewitsch!“ Alle Expeditionsmitglieder waren schon mehrmals an Bord des Schiffes gewesen, aber so wie auf Olga hatte das dräuende, massige Schiffsungeheuer auch auf viele von ihnen einen unangenehmen Eindruck gemacht. Paitschadse eilte hinauf zur Ausgangsschleuse. Alle folgten ihm. Nur Belopolski und Melnikow blieben noch unten.
