
Die Stille wurde von einem Wimmern hoch über ihm unterbrochen. Etwas Glitzerndes raste abwärts durch die Luft, schlug einen Meter von Rees’ Stuhl entfernt mit einem leichten Knall auf dem Rost auf und hinterließ einen neuen Krater von einem Zentimeter Durchmesser; ein kleines Dampfwölkchen versuchte sich gegen die Anziehungskraft des Sternes zu behaupten.
Nun schossen noch mehr von diesen kleinen Raketen durch die Luft, und der Stern erzitterte unter den Einschlägen.
Regen. Beim Fallen wurde er durch eine Schwerkraftwelle von fünf Gravos in einen Hagel aus dampfenden Kugeln verwandelt.
Rees fluchte und tastete nach dem Kontrollfeld. Der Stuhl rollte vorwärts, und jeder Stoß und jedes Tal in der Landschaft nahmen ihm den Atem. Er war immer noch einige Meter vom nächsten Mineneingang entfernt. Warum war er nur so unvorsichtig gewesen, zu einer Zeit, zu der man mit Regen rechnen mußte, allein zur Oberfläche hinunterzufahren? Der Regenschauer wurde dichter und schlug überall um ihn herum auf der Oberfläche ein. Er duckte sich, klammerte sich an seinen Stuhl und wartete darauf, daß der Regen seinen Kopf und seine entblößten Arme erreichte.
Der Eingang zur Mine war ein langes, in den Rost gefrästes Rechteck. Sein Stuhl rollte quälend langsam einen leichten Abhang hinunter in die Tiefen des Sterns. Endlich schob sich die Schachtdecke über seinen Kopf. Der Regen, vor dem er nun sicher war, klatschte in den Rost.
Nachdem er ein paar Minuten lang gehalten hatte, um sein wild schlagendes Herz zur Ruhe kommen zu lassen, rollte Rees auf dem leichten, kurvenreichen Abhang weiter abwärts; das Licht des Nebels wurde schwächer und wich schließlich der weißen Glut einer Kette von überlegt plazierten Lampen.
