
Eine schwere, prall mit Regen gefüllte Wolke trieb über den Gürtel und reduzierte die Sichtweite auf ein paar Meter; die Luft, die diese Wolke mit sich brachte, schien außerordentlich schlecht und dünn zu sein.
Rees kroch durch die Kabel, die seine Welt umgaben, wobei seine Muskeln ständig arbeiteten. Er schaffte zwei volle Rundgänge, kam an Hütten und Kabinen vorbei, die ihm seit seiner Kindheit vertraut waren, eilte vorbei an wohlbekannten Gesichtern. Die feuchte Wolke, die dünne Luft und die Begrenztheit des Gürtels schienen alle irgendwo in seiner Brust zusammenzukommen. Fragen jagten durch sein Gehirn. Warum waren die von Menschen erfundenen Materialien und Baumethoden so wenig imstande, den Naturgewalten Widerstand zu leisten? Warum waren die menschlichen Körper diesen Gewalten so ausgeliefert?
Warum hatten seine Eltern sterben müssen, ohne daß sie ihm eine Antwort auf die Fragen gegeben hatten, die ihn seit seiner Kindheit verfolgten?
Bruchstücke von Rationalität blitzten in der Konfusion seines übermüdeten Gehirns auf. Seine Eltern hatten die Umstände, unter denen sie lebten, nicht besser verstanden als er; nichts als Legenden hatten sie ihm vor ihrem elenden Tod erzählen können. Kindermärchen von einem Schiff, einer Besatzung, von etwas, das man Bolder’s Ring nannte… Aber seine Eltern hatten eines besessen: Fatalismus. Sie und der Rest der Bewohner des Gürtel selbst die engagiertesten, wie z. B. Sheen — schienen sich in ihr Schicksal zu fügen. Nur Rees schien von Zweifeln und unbeantworteten Fragen geplagt zu sein.
Warum konnte er nicht sein wie alle anderen? Warum konnte er nicht akzeptieren und akzeptiert werden?
Er gönnte sich eine Ruhepause, denn seine Arme schmerzten, und Nebel schlug ihm entgegen. In diesem ganzen Universum gab es nur ein einziges Wesen, mit dem er darüber sprechen konnte und das sinnvolle Antworten auf seine Fragen geben würde.
