Poirot meinte nachdenklich: «Dann ist also unser Zahnarzt um zwölf Uhr fünfundzwanzig ein normaler Zahnarzt, liebenswürdig, gesittet und tüchtig. Und danach? Verzweiflung, Entsetzen – was Sie wollen –, und er erschießt sich.»

«Komisch ist es schon», sagte Japp. «Sie müssen zugeben, dass es komisch ist.»

«Komisch», meinte Poirot, «ist nicht das richtige Wort.»

«Ja, ja, ich weiß – aber man sagt das eben so. Es ist sonderbar – wenn Ihnen dieses Wort besser gefällt.»

«Hat die Pistole ihm gehört?»

«Nein, er hat überhaupt keine besessen. Hat nie eine besessen. Seine Schwester behauptet, im ganzen Haus sei keine Waffe. Natürlich könnte er sie gekauft haben, falls er sich entschlossen hatte, Selbstmord zu begehen. Wenn ja, werden wir bald Näheres darüber wissen.»

Poirot fragte: «Worüber machen Sie sich sonst noch Gedanken?»

Japp rieb sich die Nase.

«Nun – zum Beispiel über die Art, wie er dalag. Ich will nicht behaupten, dass es unmöglich ist, so hinzufallen – aber irgendetwas daran hat nicht gestimmt! Und dann waren auch auf dem Teppich ein paar Spuren – als ob etwas darübergeschleift worden wäre.»

«Das könnte entschieden eine Bedeutung haben.»

«Ja – falls nicht der Boy die Hand dabei im Spiel hat. Ich habe das Gefühl, dass vielleicht er versucht hat, die Leiche vom Platz zu bewegen, nachdem er sie entdeckt hatte. Das leugnet er natürlich, aber vielleicht bloß aus Angst. Er ist einer von diesen jungen Eseln, die immer irgendeine Ungeschicklichkeit begehen, dann dafür angeschrien werden und infolgedessen fast automatisch dazu gelangen, in jeder Lebenslage zu lügen.»



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