Dieser Roman ist unter anderem ein Versuch von mir, ein völlig realistisches Stück Literatur über das Thema interstellare Raumfahrt zu schaffen — genau wie in ‚Prelude to Space‘ (1951) habe ich bekannte oder vorhersehbare Technologien verwendet, um die erste Reise der Menschheit von der Erde weg zu schildern. In diesem Buch gibt es nichts, was bekannten Prinzipien widerspricht oder sie leugnet; die einzige wirklich gewagte Extrapolation ist der ‚Quantenantrieb‘, und selbst der hat höchst achtbare Väter (Siehe Danksagungen). Sollte er sich als Hirngespinst herausstellen, so gibt es mehrere mögliche Alternativen; und wenn wir Primitiven aus dem 20. Jahrhundert sie uns vorstellen können, so wird die Wissenschaft der Zukunft ohne Zweifel etwas viel Besseres entdecken.

Arthur C. Clarke Colombo, Sri Lanka 3.7.1985

Erster Teil

Thalassa


1. Am Strand von Tarna

Schon bevor das Boot durch das Riff kam, sah Mirissa, daß Brant wütend war. Die gespannte Haltung, in der er am Steuer stand — allein die Tatsache, daß er das letzte Stück der Durchfahrt nicht Kumars fähigen Händen überlassen hatte — zeigte, daß ihn etwas aus der Fassung gebracht hatte.

Sie trat aus dem Schatten der Palmen und ging langsam zum Strand hinunter, der nasse Sand klebte an ihren Füßen. Als sie das Wasser erreichte, war Kumar schon dabei, das Segel einzurollen. Ihr kleiner Bruder — jetzt war er fast schon so groß wie sie und bestand nur aus Muskeln — winkte ihr fröhlich zu. Wie oft hatte sie sich gewünscht, daß auch Brant Kumars gelassene Gutmütigkeit hätte, die offenbar keine Krise jemals stören konnte…



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