Rupert scheuchte sie zusammen, trieb die Schar so weit zurück, dass sie außer Reichweite ihrer Schwerter und Beile war, und lehnte sich dann lässig gegen einen Baumstamm, während er überlegte, was er mit den Kerlchen anfangen sollte. Sie waren solche absoluten Nieten, dass er nicht das Herz hatte, sie zu töten. Der Anführer setzte sich auf, schüttelte den Kopf, um seine Gedanken zu ordnen, und merkte, dass er das besser unterlassen hätte. Er bemühte sich, Rupert mit zornigen, herausfordernden Blicken einzuschüchtern, hatte damit allerdings wenig Erfolg.

»Hab ich nicht gleich gesagt, dass dreizehn eine Unglückszahl ist!«, motzte der kleinste Kobold.

»So«, begann Rupert, »nun hört mal alle gut zu. Wenn ihr mir versprecht, dass ihr verdammt schnell von hier verschwindet und mich nicht weiter belästigt, will ich ausnahmsweise darauf verzichten, euch dem Einhorn in kleinen Brocken zum Fraß vorzuwerfen. Wie klingt das, Leute?«

»Annehmbar«, meldete sich der kleinste Kobold hastig zu Wort. »Echt annehmbar.«

Die meisten der anderen Kobolde nickten.

»Bekommen wir zuerst unsere Waffen zurück?«, fragte der Anführer der Kobolde.

Rupert lächelte. »Sehe ich so bescheuert aus?«

Der Anführer zuckte mit den Schultern. »Versuchen kann man's ja, oder? Also gut, edler Held, der Handel gilt.«

»Und ihr werdet mir nicht folgen?«

Der Kobold-Anführer warf ihm einen säuerlichen Blick zu.

»Sehe ich so bescheuert aus? So, wie du die Truppenmoral untergraben hast, wird es mich Wochen harter Arbeit kosten, aus diesem Haufen wieder eine ordentliche Streitmacht zu machen. Ich für meinen Teil, edler Held, spüre nicht das geringste Verlangen, dich jemals wieder zu sehen!«

Er rappelte sich hoch und führte die Kobolde zurück in den Wald. Sekunden später war die Schar wie vom Erdboden verschwunden. Rupert schob grinsend das Schwert in die Scheide. Allmählich kriegte er den Heldentaten-Dreh heraus.



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