
Mit vierundsechzig habe ich Tira geheiratet. Sie war dreiundzwanzig und von mir schwanger. Dem von ihr in die Welt gesetzten kleinen Ungeheuer hat sie aus Gründen, die mir nie klargeworden sind, den Namen Ramble gegeben, was von Strolch bis Schwafler alles mögliche bedeuten kann. Obwohl der Junge erst vierzehn ist, hat er bereits zweimal vor dem Jugendrichter gestanden - einmal wegen Ladendiebstahls und das andere Mal, weil er im Besitz von Marihuana war. Das Haar, das ihm bis auf den Rücken fällt, klebt ihm am Nacken, so fettig ist es, und er trägt Ringe an Ohrmuscheln, Augenbrauen und in der Nase. Ich habe gehört, dass er zur Schule geht, wenn er gerade Lust dazu hat.
Der Junge schämt sich, dass sein Vater fast achtzig Jahre alt ist, und sein Vater schämt sich, dass sich sein Sohn die Zunge hat piercen lassen.
Wie alle anderen erwartet Ramble, dass ich mein Testament unterschreibe und ihm damit ein angenehmes Leben verschaffe. So groß mein Vermögen auch ist, diese Dummköpfe werden nicht lange etwas davon haben.
Wer kurz vor dem Sterben steht, sollte nicht hassen, aber ich kann es nicht ändern. Sie sind ein elender Haufen, alle miteinander. Die Mütter hassen mich und haben daher ihren Kindern beigebracht, dass sie mich ebenfalls hassen sollen.
Sie sind Geier, die mit scharfen Krallen, spitzen Schnäbeln und gierigen Augen über mir kreisen, benommen von der Vorfreude auf unendlich viel Geld.
