
Alles ging dann sehr schnell. Bevor sich Salvator zur Wehr setzen konnte, waren ihm, Christo und den drei sie begleitenden Negern schon Hände und Füße gebunden. Während sich Surita im Schatten verbarg, verlangte einer der Banditen von Salvator ein reichliches Lösegeld.
„Ich werde zahlen, bindet mich los“, antwortete er.
„Das ist für deine Person, aber deine Begleiter mußt du ebenfalls auslösen.“
„Soviel Geld kann ich nicht sofort beschaffen“, sagte Salvator.
„Dann bringt ihn um“, schrien die Banditen. „Hast bis zum Morgengrauen Zeit. Wenn du unsere Forderung nicht erfüllst, ist es um dich geschehen.“
„Woher nehmen, wenn nicht stehlen?“ sagte achselzuckend der Überfallene.
Salvators Ruhe beeindruckte sogar die Räuber, Sie ließen die Gefesselten hinter dem Auto liegen und durchsuchten deren Sachen, entdeckten schließlich die Schnapsvorräte und fielen alsbald betrunken in den Schlaf.
Als der erste blasse Schimmer die aufkommende Morgendämmerung anzeigte, kroch Christo vorsichtig zu Salvator und flüsterte ihm zu: „Ich bin‘s, Christo. Es gelang mir, meine Riemen zu lösen. Ich habe den Banditen, der Wache hielt, umgelegt, alle anderen sind besoffen. Das Auto ist repariert, wir müssen eilen.“
Salvator und seine Leute bemächtigten sich wieder des Wagens, der Negerfahrer ließ den Motor an und jagte davon. In ihrem Rücken erhob sich aufgeregtes Geschrei. Vereinzelt fielen Schüsse. Salvator drückte fest Christos Hand.
Zu spät erfuhr Surita von den Banditen, daß Salvator bereit gewesen war, das hohe Lösegeld zu zahlen. Wäre es nicht einfacher gewesen — fragte sich Surita —, das Lösegeld zu nehmen, als den Meerteufel zu überlisten, von dem er noch gar nicht wußte, was er noch anstellen würde?
Aber die Gelegenheit war verpaßt, es blieb nur noch übrig, die Nachrichten von Christo abzuwarten.
