»Wundert Euch nicht über mich: Es war eine Wette, die ich mit mir selbst geschlossen habe. Ich habe gewettet, daß Gott existiert.« »Ihr seid ein Prophet«, entgegnete Elia. »Auch Ihr hört Stimmen und wißt, daß es jenseits dieser Welt eine andere Welt gibt.« »Vielleicht bilde ich mir das alles nur ein.« »Ihr habt Gottes Zeichen schon gesehen«, beharrte Elia, den die Bemerkungen seines Gefährten beunruhigten.

»Vielleicht bilde ich mir das alles nur ein«, war wieder die Antwort. »Für mich zählt nur meine Wette: Ich habe mir gesagt, daß all dies vom Allerhöchsten kommt.« Die Straße war menschenleer. Die Leute warteten in ihren Häusern darauf, daß die Soldaten von Ahab taten, was die fremde Prinzessin verlangte, und die Propheten Israels hinrichteten. Elia schritt mit dem Leviten dahin, wähnte hinter jedem Fenster, hinter jeder Tür jemanden, der ihn beobachtete – und ihn für das verantwortlich machte, was geschah.

»Ich wollte nicht Prophet werden. Aber vielleicht bilde ich es mir nur ein«, überlegte Elia.

Doch nach dem, was in der Tischlerei geschehen war, wußte er, daß das nicht stimmte.

Von klein auf hatte er Stimmen gehört und mit den Engeln gesprochen. Damals hatten ihn seine Eltern gedrängt, einen Priester Israels aufzusuchen, der – nachdem er viele Fragen gestellt hatte – befand, daß er ein nabi, ein Prophet, sei, ein »Mann des Geistes«, aus dem »die Stimme Gottes spricht«.

Nachdem er viele Stunden mit ihm gesprochen hatte, sagte der Priester zu Elias Eltern, daß alles, was der Junge in Zukunft sagen würde, ernst zu nehmen sei.

Als sie von dort weggingen, verlangten die Eltern von Elia, daß er niemandem je sagen dürfe, was er sah oder hörte, denn Prophet sein bedeutete, mit den Regierenden verbunden zu sein, und das sei immer gefährlich.

Nun hörte Elia jedoch nie etwas, was die Priester oder die Könige hätte interessieren können.



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