Er lernte die lange furchtbare Beschwörung auswendig, um sich im gegebenen Augenblick nicht ablenken zu lassen und nicht lange im Zauberbuch suchen zu müssen. Dann rief er alle Tiere des Waldes zu Hilfe. Diese folgten gern seinem Ruf, denn Arachna hatte ihnen viel Böses zugefügt, und sie wünschten nichts sehnlicher, als die Hexe loszuwerden. Zur festgelegten Zeit umringten unzählige Tiere die Höhle Arachnas. Da waren Bisons und Auerochsen, Löwen, Hyänen, Schakale, Wölfe, Dachse und Hasen, Mäuse und Ratten. In den Zweigen hüpften Beutelratten, Marder und Eichhörnchen, in der Luft kreisten Schwärme von Adlern, Kondoren und Habichten; Elstern schwatzten, Raben krächzten, und schnelle Schwalben schossen hin und her...

Lärm und Geschnatter erfüllte die Luft. Drohend bewegten sich die Tiere auf die Höhle Arachnas zu und kreisten sie ein. Vornean schritt der Riese mit flatterndem Haar und zornfunkelnden Augen. Mit einer Donnerstimme, die den Lärm seiner Kriegsschar übertönte, rief Hurrikap: „Komm heraus, Arachna! Du sollst dich jetzt für deine Verbrechen verantworten!"

Das Herz der Hexe erbebte vor Schreck. Zuerst dachte sie, es sei besser, sich nicht von der Stelle zu rühren, doch dann fiel ihr ein, daß sie in der Höhle leichter zu fangen sei als draußen. Im nächsten Augenblick flog ein Adler heraus, der in der Menge der Adler vor der Höhle unterzutauchen versuchte. Das gelang ihm jedoch nicht, denn diese Vögel waren sehr wachsam, und sie fielen mit ihren Krallen und Flügeln über den Eindringling her. Da verwandelte sich die Hexe in eine Schwalbe und versuchte, sich in der Schar der umherfliegenden Schwalben zu verbergen. Aber auch diese ließen es nicht an Wachsamkeit fehlen und jagten die Betrügerin fort. Arachna gab nicht auf. Unter den zahlreichen Mäusen, die wie ein Teppich die Erde bedeckten, tauchte plötzlich eine neue auf, vielleicht die hunderttausendste.



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