
Es ist Caderousse, der wohl deine Ankunft erfahren hat.
Gut, abermals Lippen, die etwas sagen, während das Herz etwas ganz anderes denkt! murmelte Edmond. Doch gleichviel, es ist ein Nachbar, der uns einst Dienste geleistet hat, darum soll er willkommen sein.
In dem Augenblick, wo Edmond seinen Satz mit leiser Stimme vollendete, sah man einen schwarzenbärtigen Kopf in der Tür erscheinen; es war Caderousse, ein Mann von etwa fünfunddreißig Jahren, seines Standes ein Schneider.
Ah! Dubist endlich zurückgekehrt, Edmond? sagte er in echt Marseiller Mundart und mitbreitem Lächeln.
Wie Sie sehen, Meister Caderousse, undbereit, Ihnen gefällig zu sein, antwortete Dantes, seine Kälte nur schlecht unter dieser höflichen Anrede verbergend.
Danke, danke, zum Glückbrauche ich nichts, und zuweilen können mich sogar anderebrauchen. Ich sage das nicht deinetwegen, fuhr er fort, als Dantes eine unwillkürlicheBewegung machte. Ich habe dir Geld geliehen; du hast michbezahlt; das kommt unter guten Nachbarn vor, und wir sind quitt.
Wir sind nie quitt gegen die, welche uns Dienste geleistet haben, antwortete Dantes, denn wenn man ihnen sonst nichts mehr schuldet, so ist man ihnen doch Dank schuldig.
Wozu davon reden? Was geschehen ist, ist geschehen. Reden wir von deiner glücklichen Rückkehr, mein Junge. Ich war an den Hafen hinausgegangen und traf dort Danglars, der mir erzählte, daß ihr gut angekommen seid; und dann eilte ich hierher, um dir die Hand zu drücken. Nun, du stehst also aufsbeste mit Herrn Morel, du Schlaukopf?
Herr Morel hat mir stets viel Güte erwiesen, und ich hoffe, sein Kapitän zu werden, antwortete Dantes.
Destobesser, destobesser! Das wird allen alten Freunden Freude machen, und ich kenne jemand da unten hinter der Zitadelle Saint‑Nicolas, der nicht ärgerlich darüber sein wird. Mercedes? sagte der Greis.
