
In diesem Hause richtete sich der Vater ein viel größeres Zimmer zum Bücherzimmer ein, als er in der Stadtwohnung gehabt hatte, auch bestimmte er ein eigenes Zimmer zum Bilderzimmer; denn in der Stadt mußten die Bilder wegen Mangels an Raum in verschiedenen Zimmern zerstreut sein. Die Wände dieses neuen Bilderzimmers wurden mit dunkelrotbraunen Tapeten überzogen, von denen sich die Goldrahmen sehr schön abhoben. Der Fußboden war mit einem mattfarbigen Teppiche belegt, damit er die Farben der Bilder nicht beirre. Der Vater hatte sich eine Staffelei aus braunem Holze machen lassen, und diese stand in dem Zimmer, damit man bald das eine, bald das andere Bild darauf stellen und es genau in dem rechten Lichte betrachten konnte.
Für die alten geschnitzten und eingelegten Geräte wurde auch ein eigenes Zimmer hergerichtet. Der Vater hatte einmal aus dem Gebirge eine Zimmerdecke mitgebracht, welche aus Lindenholz und aus dem Holze der Zirbelkiefer geschnitzt war. Diese Decke ließ er zusammen legen und ließ sie mit einigen Zutaten versehen, die man nicht merkte, so daß sie als Decke in dieses Zimmer paßte. Das freute uns Kinder sehr, und wir saßen nun doppelt gerne in dem alten Zimmer, wenn uns an Abenden der Vater und die Mutter dahin führten, und arbeiteten dort etwas, und ließen uns von den Zeiten erzählen, in denen solche Sachen gemacht worden sind.
Am Ende eines hölzernen Ganges, der in dem ersten Geschosse des Hauses gegen den Garten hinaus lief, ließ er ein gläsernes Stübchen machen, das heißt, ein Stübchen, dessen zwei Wände, die gegen den Garten schauten, aus lauter Glastafeln bestanden; denn die Hinterwände waren Holz.
