»Meteorologie-Offizier ist eine technische Spezialaufgabe, Fähnrich«, beruhigte ihn der Major. »Niemand wird versuchen, Ihnen ein komplettes Marschgepäck aufzuhalsen und Sie so plattzumachen. Ich bezweifle, daß es in den Streitkräften einen Offizier gibt, der gerne dem Admiral den Grund für Ihren Tod erklären möchte.« Seine Stimme wurde etwas kühler. »Das ist Ihre Rettung, Mutant.«

Cecil war ohne Vorurteil: er testete nur. Testete immer. Miles zog den Kopf ein. »Wie ich vielleicht die Rettung für die Mutanten bin, die nach mir kommen.«

»Sie haben sich das so ausgerechnet, nicht wahr?« Cecils Blick wurde plötzlich forschend, leicht zustimmend.

»Schon vor Jahren, Sir.«

»Hm.« Cecil lächelte leicht, stieß sich vom Schreibtisch ab, kam auf Miles zu und streckte die Hand aus. »Dann viel Glück, Lord Vorkosigan.«

Miles schüttelte die Hand. »Danke, Sir.« Er blätterte den Stapel Reiseausweise durch und sortierte sie.

»Welches ist Ihre erste Station?«, fragte Cecil.

Wieder testete er. Das mußte ein verdammter Reflex bei ihm sein.

Miles antwortete unerwarteterweise: »Das Archiv der Akademie.«

»Aha!«

»Um mir das Meteorologie-Handbuch der Streitkräfte auf Diskette zu kopieren. Und ergänzendes Material.«

»Sehr gut. Übrigens, Ihr Vorgänger auf dem Posten wird noch ein paar Wochen bleiben, um Ihre Einführung abzuschließen.«

»Ich bin außerordentlich froh, das zu hören, Sir«, sagte Miles aufrichtig.

»Wir versuchen nicht, es unmöglich zu machen, Fähnrich.«

Lediglich sehr schwierig. »Ich bin auch froh, das zu wissen, Sir.«

Zum Abschied salutierte Miles fast wie ein Untergebener.


Die letzte Strecke zur Insel Kyril reiste Miles in einem großen automatischen Luftfrachtshuttle mit einem gelangweilten Reservepiloten und achtzig Tonnen Nachschub.



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