Der Major erwiderte Miles’ militärischen Gruß, während der Schreiber säuerlich lächelnd einen kleinen Packen Geldscheine aus seiner Tasche holte, einen Einmarkschein herauszog und ihn wortlos seinem Vorgesetzten hinschob. Das Gesicht des Majors war nur äußerlich amüsiert, er nickte in Richtung auf die Tür, der Schreiber riß die Plastikfolie heraus, die seine Maschine gerade erstellt hatte, und verließ den Raum.

Major Cecil war ein Mann von ungefähr fünfzig Jahren, mager, von ausgeglichenem Temperament, wachsam. Sehr wachsam. Obwohl er nicht der offizielle Leiter der Personalabteilung war (dieser Verwaltungsposten gehörte einem ranghöheren Offizier), hatte Miles Cecil schon lange zuvor als den Mann ausgemacht, der die endgültigen Entscheidungen fällte. Durch Cecils Hände gingen zumindest alle Ernennungen für alle Absolventen der Akademie. Miles hatte ihn immer als einen zugänglichen Mann gefunden, mehr Lehrer und Wissenschaftler als Offizier. Sein Witz war trocken und außergewöhnlich, und er widmete sich seinem Dienst mit tiefer Hingabe. Miles hatte ihm immer vertraut. Bis jetzt.

»Sir«, begann er. Er hielt seinen Marschbefehl mit einer frustrierten Geste vor sich hin. »Was ist das?«

Cecils Augen funkelten noch in seinem privaten Vergnügen, als er die Marknote einsteckte. »Wollen Sie von mir, daß ich es Ihnen vorlese, Vorkosigan?«

»Sir, ich frage …« Miles brach ab, biß sich auf die Zunge, begann erneut: »Ich habe ein paar Fragen über meine Versetzung.«

»Meteorologie-Offizier auf Basis Lazkowski«, rezitierte Major Cecil.

»Es ist … also kein Fehler? Ich habe den richtigen Umschlag bekommen?«

»Wenn das da geschrieben steht, dann haben Sie ihn bekommen.«

»Sind … Sie sich dessen bewußt, daß der einzige Kurs in Meteorologie, den ich hatte, nur Flugwetter behandelte?«



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