Statt dessen sagt sie:»Alles andere geht an Reverend Kenneth Chandler. Kennen Sie ihn? Er ist jetzt ständig im Fernsehen, von Dallas aus, und er tut alle möglichen wunderbaren Dinge in aller Welt mit unseren Spenden, baut Häuser, füttert Babys, lehrt die Bibel. Ich will, daß er es bekommt.«

«Ein Fernsehprediger?«

«Oh, er ist viel mehr als ein Prediger. Er ist Lehrer und Staatsmann und Berater, diniert mit Staatsoberhäuptern, und außerdem ist er so ein hübscher Junge. Dieser Kopf mit dem lockigen grauen Haar, vorzeitig ergraut, aber er würde niemals etwas dagegen unternehmen, verstehen Sie?«

«Natürlich nicht. Aber…«

«Er hat mich neulich abend angerufen. Können Sie sich das vorstellen? Im Fernsehen ist diese Stimme ja schon weich wie Seide, aber am Telefon ist sie regelrecht verführerisch. Verstehen Sie, was ich meine?«

«Ja, ich denke schon. Weshalb hat er Sie angerufen?«

«Also, vorigen Monat, als ich ihm meine Spende für März schickte, habe ich ihm ein paar Zeilen geschrieben, gesagt, ich dächte daran, mein Testament zu ändern, weil meine Kinder mich im Stich gelassen haben und all das, und daß ich vorhätte, ihm etwas Geld für seine Arbeit zu hinterlassen. Keine drei Tage später hat er angerufen, eine so überzeugende Persönlichkeit, so nett und reizend am Telefon, und wollte wissen, an welche Summe ich gedacht hätte. Ich sagte ihm, wieviel es vermutlich sein würde, und seither ruft er ständig an. Hat gesagt, wenn ich es wollte, würde er sogar in seinen eigenen Learjet steigen und mich besuchen.«

Ich kämpfe um Worte. Smoot hat Bosco am Arm und versucht, ihn zu beruhigen und dazu zu bringen, daß er sich wieder vor N. Elizabeth Erickson niederläßt, von deren üblicher Aggressivität nichts übriggeblieben zu sein scheint, weil ihr erster Mandant sie offensichtlich so in Verlegenheit gebracht hat, daß sie am liebsten unter den Tisch kriechen würde.



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