
«Wie? Was?«rief Old Firehand aus.»Ihr seid der schwarze Tom, der berühmte Rafter?«
«Tom heiße ich, Rafter bin ich, ob berühmt, das bezweifle ich.«
«Ihr seid es, Ihr seid es, Sir. Ich versichere es Euch mit meinem Handschlage!«
«Nicht allzulaut, bitte, Sir!«warnte Tom.»Der Colonel dort soll meinen Namen nicht hören.«
«Warum nicht?«
«Weil er mich an demselben wiederkennen würde.«
«So habt Ihr schon mit ihm zu thun gehabt?«
«Ein wenig. Ich erzähle es Euch schon noch. Ihr kennt ihn nicht?«
«Ich sah ihn heut zum erstenmal.«
«Nun, seht seinen Bart und sein rotes Haar und hört dazu, daß sein Name Brinkley ist.«
«Was Ihr sagt! So ist er der rote Brinkley, der hundert Schandthaten begangen hat, ohne daß man ihm eine einzige beweisen kann?«
«Er ist's, Sir. Ich habe ihn erkannt.«
«Dann werde ich ihm, wenn er länger an Bord bleibt, etwas schärfer auf die Finger sehen. Und Euch muß ich näher kennen lernen. Ihr seid der Mann, der für mich paßt. Wenn Ihr Euch nicht bereits anderweit versprochen hättet, könnte ich Euch brauchen.«
«Nun, «meinte Tom, indem er nachdenklich zu Boden blickte,»die Ehre, bei Euch sein zu können, ist viel mehr wert, als alles andre. Ich bin zwar einen Bund mit andern Rafters eingegangen; sie haben mich sogar zu ihrem Anführer gemacht; aber wenn Ihr mir Zeit lassen könnt, sie zu benachrichtigen, so läßt sich das leicht lösen.«
«Schön. Ihr müßt Euch einen Kajütenplatz nehmen, damit wir beisammen sind. Was Ihr draufzuzahlen habt, will ich gern ersetzen.«
«Danke, Sir! Wir Rafters verdienen, wenn wir fleißig sind, auch viel Geld. Und gerade jetzt habe ich alle Taschen voll, denn ich komme von Vicksburg unten herauf, wo ich unsre Rechnungen präsentiert und in Kasse umgewandelt habe. Ich kann also den Kajütenplatz selbst bezahlen. Aber seht! Mir scheint, die Vorstellung soll jetzt beginnen.«
