
«Haus Florent kann bestenfalls zweitausend Schwerter ins Feld schicken. «Es hieß, Stannis wisse über die Stärke eines jeden Hauses in den Sieben Königslanden genau Bescheid.»Und Ihr setzt erheblich mehr Vertrauen in Eure Brüder und Onkel als ich, Mylady. Das Land der Florents liegt viel zu nahe an Highgarden, als daß Euer Hoher Onkel den Zorn von Mace Tyrell riskieren würde.«
«Es gibt noch eine andere Möglichkeit. «Lady Selyse trat an ihn heran.»Seht nur zum Fenster hinaus, Mylord. Dort am Himmel findet Ihr das Zeichen, auf welches Ihr gewartet habt. Rot ist es, rot wie die Flamme, rot wie das lodernde Herz des wahren Gottes. Es ist sein Banner — und das Eure! Schaut nur, auf welche Weise es sich, dem heißen Atem eines Drachen gleich, über das Firmament erstreckt, und seid Ihr nicht der Lord von Dragonstone? Es will verkünden, daß Eure Zeit gekommen ist, Euer Gnaden. Dessen dürft Ihr Euch sicher sein. Euch ist vorbestimmt, von diesem öden Felsen in See zu stechen, wie es einst Aegon, der Eroberer, tat, um so wie er den vollkommenen Sieg zu erringen. Sagt nur das eine Wort und ergebt Euch der Macht, die der Herr des Lichts verkörpert.«
«Wie viele Schwerter wird der Herr des Lichts mir zur Verfügung stellen?«verlange Stannis abermals zu wissen.
«So viele Ihr braucht«, versprach ihm seine Frau.»Die Schwerter von Storm's End und Highgarden zunächst, und mit ihnen all ihre Gefolgsleute.«
«Davos behauptet das Gegenteil«, entgegnete Stannis.»Diese Schwerter haben Renly den Treueid geleistet. Sie lieben meinen bezaubernden jungen Bruder wie einst Robert… und wie sie mich niemals geliebt haben.«
«Ja«, antwortete sie,»doch sollte Renly sterben… «
Stannis starrte seine Gemahlin mit zusammengekniffenen Augen an, und schließlich konnte Cressen nicht mehr schweigen.»Das dürft Ihr nicht einmal denken, Euer Gnaden, gleichgültig, welcher Torheiten Renly sich schuldig gemacht hat.«
