
Sie brach ab, blickte in eine der Schalen und tauschte sie mit einem Ausdruck von Verärgerung gegen eine andere aus.
»George, das ist nicht nett von dir. Du hast schon wieder eine dieser Schalen benutzt«, schalt sie ihren Mann.
»Es tut mir leid, Liebes«, antwortete der Professor entschuldigend. »Sie haben eine so brauchbare Größe. Die anderen, die ich bestellt habe, sind noch nicht angekommen.«
»Eines schönen Tages wirst du uns alle vergiften«, meinte seine Frau mit einem halben Lachen. »Mary findet sie im Laboratorium und bringt sie mit herauf. Wenn nicht etwas sehr Auffälliges darin ist, macht sie sich nicht die Mühe, sie abzuwaschen. Neulich hast du sogar eine davon für Zyankali benutzt. Wirklich, George, es ist höchst gefährlich.«
Merrowdene schien etwas ärgerlich.
»Mary hat überhaupt nichts aus meinem Laboratorium wegzunehmen. Sie darf dort nichts anfassen.«
»Aber wir lassen oft unsere Tassen nach dem Tee dort stehen. Woher soll sie das wissen? Sei doch vernünftig, Lieber.«
Der Professor ging in sein Laboratorium und murmelte vor sich hin. Lächelnd goß Mrs. Merrowdene kochendes Wasser über den Tee und blies die Flamme auf dem silbernen Kocher aus.
Evans war überrascht. Aus irgendeinem Grunde ließ sich Mrs. Merrowdene in die Karten blicken. Sollte das der »Unfall« werden? Sprach sie bewußt von all dem, um sich von vornherein ein Alibi zu verschaffen? Er wäre gezwungen, zu ihren Gunsten auszusagen, wenn der »Unfall« eines Tages passierte. Wie dumm von ihr, denn bevor ...
Plötzlich hielt er den Atem an. Sie hatte den Tee in drei Schalen gegossen. Eine setzte sie vor sich hin, eine vor ihn und die dritte auf einen kleinen Tisch zum Feuer, in der Nähe des Sessels, in dem gewöhnlich ihr Mann saß. Als sie die letzte Schale auf den Tisch stellte, verzog ein eigenartiges Lächeln ihren Mund.
