«Wenn wir sie erwischen, haben wir uns wieder eine Feder verdient. «Tyrell beobachtete, wie der Rauch seiner Pfeife durch das über ihm liegende Skylight abzog.»Manchmal frage ich mich, ob das für den Krieg überhaupt einen Unterschied macht.»

«Alles hilft, Jethro.»

Bolitho blickte ihn ernst an. Wie nahe sie sich gekommen waren. Die Anrede mit Vornamen, das rituelle Pfeiferauchen, solange der Tabakvorrat reichte, alles war ein Zeichen dafür, was das Schiff aus ihnen gemacht hatte.

Zeit und Entfernung, die unter allen möglichen Bedingungen verbrachten Stunden und Tage, all das hatte die Gemeinschaft der Sparrow gezeichnet. Sogar die durch Tod oder Verletzung notwendigen Wechsel, Entlassungen oder Abkommandierungen waren nicht imstande, der Besatzung des kleinen Schiffes den Glauben an ihre Bestimmung zu nehmen.

Ungefähr ein Drittel der Mannschaft war seit Bolithos Kommandoübernahme als Ersatz an Bord gekommen, darunter einige Kolonisten, Neger, ein paar Matrosen der Handelsmarine, die von einem heimwärts fahrenden Schiff gepreßt worden waren, und ein einzelner Grieche, der von seinem eigenen Schiff desertiert war, um dann als Gefangener an Bord einer französischen Brigg zu gelangen. Diese Brigg, von der Sparrow als Prise aufgebracht, hatte einige neue Männer gestellt, und der Grieche hatte sich als ausgezeichneter Hilfskoch erwiesen.

«Wie lange geben Sie dem französischen Schiff?»

Bolitho überlegte.»Vielleicht noch eine Woche. Wenn es bis dann nicht auftaucht, können wir annehmen, daß es an uns vorbeigesegelt ist oder irgendwo umgedreht hat. Außerdem könnte es auf eine der Patrouillen weiter südlich gestoßen sein.»

«Aye. «Tyrell gähnte.»Und dann können wir einige Zeit im Hafen bleiben.»

Auf Deck trampelten Füße, und sie hörten Buckle rufen:»Alle Mann an Deck! Der Wind frischt auf!»

Es klopfte, und Bethune spähte zu ihnen herein, das runde Gesicht schweißüberströmt.



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