
Vielleicht war Colquhouns schicksalhafte Entscheidung an jenem weit zurückliegenden Tag die Chance gewesen, der Wink des Schicksals, der ihn auf seinen endgültigen Weg gewiesen hatte.
Bolitho war nach Antigua nicht nur als ein Offizier zurückgekehrt, der wieder zu seiner Schwadron stößt, sondern zu seinem eigenen Erstaunen als eine Art Held. In seiner Abwesenheit hatten sich Geschichten von der Rettung der Soldaten aus der Delaware Bay und der Zerstörung der Fregatte schnell verbreitet. Nachdem die Neuigkeiten vom Ende der Bonaventure bekannt wurden und er mit den geretteten Passagieren ankam, schien es, als ob jedermann ihn sehen und ihm die Hand drücken wollte. Die Bonaventure war sogar noch viel gefährlicher gewesen, als Bolitho zu dieser Zeit annahm, und ihre Erfolge waren ungeheuer. Ihr Verlust mochte für den Feind wenig bedeuten, für die Briten aber bedeutete er eine enorme Stärkung ihres angeschlagenen Stolzes und Selbstvertrauens.
Der Admiral hatte ihn in Antigua mit kaum unterdrückter Freude empfangen und seine Hoffnungen für die Zukunft deutlich zum Ausdruck gebracht. Andererseits war Colquhoun der einzige gewesen, der ihn weder ermutigt noch seine in so kurzer Zeit erreichten Leistungen gelobt hatte.
Wenn Bolitho sich an ihr erstes Zusammentreffen erinnerte und an Colquhouns Warnung über das Los eines Kapitäns, wurde er an die schmale Spanne zwischen Ruhm und Vergessen gemahnt. Wäre Colquhoun beim ersten Geleitzug geblieben, hätte er wahrscheinlich nicht das Schicksal der Miranda geteilt, denn er war zu schlau und vorsichtig, um irgend etwas als gegeben hinzunehmen. Wenn er das Glück gehabt hätte, die Bonaventure zu treffen und zu zerstören, hätte er das einzige errungen, woran ihm etwas lag, genau wie Commander Maulby es gesagt hatte, nämlich die unerschütterliche Macht eines Flaggrangs oder zumindest den begehrten Breitwimpel eines Kommodore.
