
In ein paar Wochen, ja sogar ein paar Tagen, würde er diese Männer und noch viele andere genauer kennen. Er würde nicht, wie an Bord seines ersten Schiffes, in die alten Fehler verfallen. Inzwischen hatte er gelernt: Vertrauen war etwas, das man sich verdienen mußte, und nicht einfach eine Zugabe zur Uniform, die man trug.
Er nickte einem der älteren Männer zu.»Wir legen gleich ab.»
Der Mann grinste.»Ist wohl nicht Ihr erster Bordgang, Sir?»
Bolitho fiel neben Dancer in Gleichschritt.»Und der letzte auch nicht.»
Unten am Hafen fanden sie den Bootsmannsmaat im Windschutz der Mauer. Vor ihnen rollte der Solent seine endlose Folge kabbeliger Wogenkämme, und die paar Möwen hoben sich von dem bleiernen Himmel ab wie weiße Schaumfetzen.
Der Maat faßte an seinen Hut.»Ich schlage vor, Sie lassen alle Mann gleich an Bord gehen, Sir. Wir haben 'n ziemlichen Ebbstrom, und der Erste will, daß das Boot vor der Hundewache noch einen Törn macht. «Vertraulich senkte er die Stimme.»Er heißt Mr. Verling, Sir. Lassen Sie sich warnen. Er ist manchmal mit den jungen Herren 'n bißchen scharf. Sollen alles machen, was er macht — so gut sie können. «Er grinste schadenfroh.»Herrgott, sehen Sie diesen Haufen bloß an! Die verspeist er zum Frühstück.»
«Und ich Sie«, herrschte Bolitho ihn an,»wenn Sie nicht sofort mit Ihrem Geschwafel aufhören!»
Der Mann verschwand, und Dancer machte große Augen.»Die Sorte kenn' ich, Martyn«, sagte Bolitho.»Als nächstes soll ich ihm dann erlauben, daß er rasch mal einen Rum trinken geht. «Er grinste.»Und das würde dem Leutnant hier kaum recht sein, ganz zu schweigen von dem gewaltigen Mr. Verling.»
Da erschien auch schon der Leutnant an der Mauer, mit leicht glasigen Augen.»Marsch, ins Boot! Beeilt euch!»
