»Astaroth meint, dass er in ein paar Stunden aufwachen wird.« Er setzte sich und griff mit der anderen Hand nach einem Buch, das auf der Bank neben ihm lag, und legte es aufgeschlagen auf den Tisch. Es war das ledergebundene Notizbuch, das Mike aus der Hütte mitgebracht hatte. Trautman hatte es innerhalb der letzten vierundzwanzig Stunden mindestens hundertmal durchgeblättert ohne zu irgendeinem Ergebnis zu kommen. Die Handschrift auf den Seiten war gestochen scharf, aber leider in einer Sprache abgefasst, die keiner von ihnen kannte. Nach Mikes Ansicht handelte es sich um Schwedisch oder so etwas, aber sicher war er nicht.

»Wenn wir nur wüssten, was darin steht«, seufzte Trautman. »Vielleicht wären wir dann schlauer.« »Ja, und vielleicht sind es auch nur Kochrezepte«, sagte Ben. »Oder fünfzig Jahre alte Liebesbriefe.«Wenn ihr runter in Serenas Kabine kommt, kriegt ihr vielleicht die Antwort auf eure Fragen,erklang Astaroths Stimme in Mikes Kopf.Ich glaube, er wacht aufMike registrierte beiläufig, dass Astaroth ganzoffensichtlich wieder einmal ihre Gedanken gelesen hatte, aber er unterdrückte seinen Ärger über diese Tatsache und teilte Trautman und den anderen mit knappen Worten mit, was Astaroth ihm gesagt hatte.

Ohne ein weiteres Wort verließen sie den Salon und eilten in Serenas Kabine hinunter. Keiner von ihnen war Arzt, aber Serena verstand ein bisschen von erster Hilfe, und die unvorstellbar weit fortgeschrittene Technik der NAUTILUS ermöglichte es ihnen, ihre Verletzten wahrscheinlich besser zu versorgen, als es die meisten großen Krankenhäuser auf der Welt gekonnt hätten.

Als Mike nun als Erster Serenas Kabine betrat, war er auch erstaunt, welche Fortschritte die Genesung des Fremden gemacht hatte. Er war noch immer verbunden und eingewickelt wie eine Mumie, aber die schweren Brandwunden in seinem Gesicht und an seinen Händen waren gut verheilt; wahrscheinlich würden nicht einmal Narben zurückbleiben.



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