»Geh zu O'Bannon«, empfahl Don. »Da gehen Künstler hin. Nicht nur Motorfreaks. BoomBoom Craycroft ist einmal die Woche dort und sichtet Altmetall.«

»Was?«

»Sie schweißt Kunstwerke. Meint, das baut sie auf.«

»Nicht zu fassen.« Harry verzog das Gesicht. »BoomBoom kann bei keiner Sache bleiben, und jede neue Betätigung ist ihre Rettung und soll obendrein jedermanns Rettung sein. Na, wenigstens ist sie raus aus ihrer Gruppentherapiephase.«

Don wechselte das Thema. »Schon Vorbereitungen für das Hartriegelfest nächstes Wochenende getroffen? Unseren Frühjahrsritus Mitte April?«

»Nein.« Sie schürzte die Lippen. »Diese verdammte Susan. Sie löchert mich ununterbrochen.«

»Was musst du denn diesmal machen?«

»Paradekoordination.«

»Hä?«

»Das heißt, ich muss alle am Startplatz an der Crozet Highschool aufstellen, sie richtig verteilen, das Megaphon benutzen und sie in Marsch setzen. Ist ganz einfach, bis man bedenkt, wer bei der Parade mitmarschiert. Der Kampf der Egos, unsere Version vomKampf der Titanen.«

Don lachte. »Besonders BoomBoom. Dein Liebling.«

Harry musste so lachen, dass sie kaum sprechen konnte.

»Sie führt eine Delegation von Krankheit-der-Woche an. Hab vergessen, welche Krankheit.«

»Letztes Jahr war es Multiple Sklerose.«

BoomBoom Craycroft, eine schöne und ehrgeizige Frau, wählte jedes Jahr eine wohltätige Einrichtung aus. Sie führte die Gruppe dann bei der alljährlichen Parade an, eine Feier für den Frühling und für Crozet. Es war nicht nur, dass sie Gutes tun und den Kranken helfen wollte, sie wollte zudem im Mittelpunkt stehen. Sie war entschieden zu alt, um oberste Cheerleaderin der Highschool zu sein, deswegen war dies ihr Ressort.



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