
Mrs. Murphy, die seit halb sechs wach war, kuschelte sich an Pewter, deren leises Schnarchen sich anhörte wie eine Grabwespe bei der Arbeit, ein tiefes Summen. Die zwei Katzen ruhten in der Kuhle von Mary Minor Haristeens Rücken, während Tucker, der Corgi, sich der äußerst eindrucksvollen Länge nach auf dem bestickten Bettvorleger ausgestreckt hatte. Auch sie schnarchte leicht.
Murphy liebte den Frühling. Ihr Unterfell haarte aus, so dass sie geschmeidiger aussah und sich leichter fühlte. Die Rotkehlchen kehrten zurück, Indigofinken und Hüttensänger tummelten sich am Himmel. Unten am Bach schnappten die Sumpfhordenvögel nach Insekten und verschlangen sie mit einem Haps. Die Scharlachtangare flogen zu ihren Beutezügen in die Obstgärten. Das Ansteigen der Vogelpopulation erregte die Tigerkatze, wenngleich sie selten einen fing. Sie und Pewter träumten davon, den Blauhäher zu töten, der ihnen das Leben vermieste. Hasserfüllt und angriffslustig pflegte er im Sturzflug auf sie zuzuschießen, kreischend näher zu kommen, um dann in letzter Sekunde nach oben zu ziehen, gerade außer Krallenreichweite. Dieser spezielle Blauhäher machte sich zudem einen Spaß daraus, auf die saubere Wäsche zu kacken, die zum Trocknen auf der Leine hing. Auch Harry hasste ihn. Harry war Mary Minors Spitzname, und die Leute waren oft erstaunt, wenn ihnen eine junge, gut aussehende Frau vorgestellt wurde.
Die Leute vermuteten, ihr Spitzname rührte von ihrem Ehenamen her, dabei hatte sie ihn in der Grundschule erworben, weil ihre Kleidung großzügig mit Katzen- und Hundehaaren verziert war. Ihre kleinen Mitschülerinnen und Schulkameraden hatten das Buchstabieren noch nicht beherrscht, weshalb aus hairy - haarig - Harry wurde. Bis zum heutigen Tag hatten einige von denen, die mit ihr zur Schule gegangen waren, Probleme mit dem Buchstabieren, aber selten mit Harry.
