
Wenn er mein Schmeicheln hört, bald seine Laune flieht.
Egle
Fürwahr ein großes Glück, das man entbehren könnte.
Doch nenne mir die Lust, die er dir je vergönnte?
Wie pochte deine Brust, wenn man vom Tanze sprach;
Dein Liebster flieht den Tanz und zieht dich Arme nach.
Kein Wunder, daß er dich bei keinem Feste leidet,
Da er der Wiese Gras um deine Tritte neidet,
Den Vogel, den du liebst, als Nebenbuhler haßt;
Wie könnt er ruhig sein, wenn dich ein andrer faßt
Und gar, indem er sich mit dir im Reihen kräuselt,
Dich zärtlich an sich drückt und Liebesworte säuselt.
Amine.
Sei auch nicht ungerecht, da er mich dieses Fest,
Weil ich ihn darum bat, mit euch begehen läßt.
Egle.
Das wirst du fühlen.
Amine.
Wie?
Egle.
Warum bleibt er zurücke?
Amine.
Er liebt den Tanz nicht sehr.
Egle.
Nein, es ist eine Tücke.
Kommst du vergnügt zurück, fängt er halb spöttisch an:
Ihr wart wohl sehr vergnügt? — Sehr — Das war wohlgetan.
Ihr spieltet? — Pfänder — So! Damöt war auch zugegen?
Und tanztet? — Um den Baum — Ich hätt euch sehen mögen.
Er tanzte wohl recht schön? Was gabst du ihm zum Lohn?
Amine lächelnd.
Ja.
Egle.
Lachst du?
Amine.
Freundin, ja, das ist sein ganzer Ton. —
Noch Blumen!
Lamon.
Hier! das sind die besten.
Amine.
