Mach, daß er fürchten muß, und er wird glücklich sein.


Amine.

Ja, das ist alles gut; allein es auszuführen

Vermag ich nicht.


Egle.

Wer wird auch gleich den Mut verlieren.

Geh, du bist allzu schwach. Sieh dort!


Amine.

Mein Eridon!


Egle.

Das dacht ich. Armes Kind! er kommt, du zitterst schon

Vor Freude, das ist nichts; willst du ihn je bekehren,

Mußt du ihn ruhig sehn sich nahn, ihn ruhig hören.

Das Wallen aus der Brust! die Röte vom Gesicht!

Und dann —


Amine.

O laß mich los! So liebt Amine nicht.

Dritter Auftritt

Eridon kommt langsam mit übereinandergelegten Armen, Amine steht auf und läuft ihm entgegen. Egle bleibt in ihrer Beschäftigung sitzen.


Amine ihn bei der Hand fassend.

Geliebter Eridon!


Eridon küßt ihr die Hand.

Mein Mädchen!


Egle für sich.

Ach wie süße!


Amine.

Die schönen Blumen! Sprich, mein Freund, wer gab dir diese?


Eridon.

Wer? Meine Liebste.


Amine.

Wie? — Ah, sind das die von mir?

So frisch von gestern noch?


Eridon.

Erhalt ich was von dir,

So ist's mir wert. Doch die von mir?


Amine.

Zu jenen Kränzen

Fürs Fest gebraucht ich sie.


Eridon.

Dazu! Wie wirst du glänzen!



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