Turragh-Mar zögerte, bevor er antwortete: »Seit der Patient vor sechs Tagen von seinem Heimatplaneten auf die Treevendar überstellt wurde, hat sich sein Zustand nicht verändert. Wie man sehen kann, wirkt er auf den ersten Blick völlig gesund. Ganz unabhängig von seiner langen und komplizierten Krankheitsgeschichte bin ich während der letzten Tage immer mehr zu der Überzeugung gelangt, daß bei dem Problem des Patienten auch eine psychologische Komponente eine gewisse Rolle spielt.«


»Ich verstehe, Doktor, aber ich kann dem Patienten Hewlitt versichern, daß wir all seine Probleme, so kompliziert diese auch sein mögen, lösen werden.«


Turragh-Mar gab ein kurzes Bellen von sich, das vom Translator nicht übersetzt wurde, und fügte hinzu: »Na, dann wünsche ich Ihnen viel Glück dabei.« Mit diesen Worten verschwand der Orligianer imBordtunnel.


»Bitte steigen Sie jetzt auf die Trage, und machen Sie es sich bequem, Patient Hewlitt«, forderte die Schwester den Neuankömmling auf. »Ich werde Sie auf die Station sieben im neunundzwanzigsten Stock bringen, wo man Sie …«


»Ich werde auf gar nichts steigen!« protestierte Hewlitt, wobei seine Stimme durch die Mischung aus Zorn, Verunsicherung und instinktiver Abneigung gegenüber dieser monströsen Kreatur lauter als beabsichtigt klang. »Mit mir ist alles in bester Ordnung, insbesondere mit meinen Beinen. Deshalb werde ich zu Fuß gehen!«


»Bitte glauben Sie mir, Patient Hewlitt, auf der Trage werden Sie sich sehr viel wohler fühlen.«


»Vor allem würde ich mich sehr viel wohler fühlen, wenn Sie mich nicht wie ein Kind behandeln würden. Diese Witzfigur von einem orligianischen Arzt hat mich auch schon die ganze Zeit wie ein Mündel behandelt, wenn er sich mit den anderen Schiffsoffizieren über mich unterhalten hat! Und kaum bin ich hier, geht das schon wieder los. Denken Sie also freundlicherweise in Zukunft daran, daß ich ein erwachsener Mensch bin, Schwester!«



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