Während des vergangenen Monats hatten sich die Zeitungen der Welt in zwei scharf abgegrenzte Gruppen geteilt. Die westliche Presse billigte im ganzen Karellens Plan, alle Menschen zu Weltbürgern zu machen. Die östlichen Länder andererseits machten heftige, aber meist künstliche Anfälle von Nationalstolz durch. Einige von ihnen waren kaum länger als eine Generation unabhängig gewesen und glaubten, um ihre Errungenschaften betrogen worden zu sein. Die Kritik an den Overlords war weit verbreitet und sehr heftig: Nach einer Anfangszeit äußerster Vorsicht hatte die Presse schnell herausgefunden, daß sie gegen Karellen so grob auftreten konnte, wie sie wollte, ohne daß irgend etwas geschah. Jetzt übertraf sie sich selbst darin.

Die meisten Angriffe waren, obwohl sehr lautstark, nicht repräsentativ für die große Masse des Volkes. An den Grenzen, die bald für immer verschwunden sein würden, waren die Posten verdoppelt worden, aber die Soldaten betrachteten einander mit einer noch wortlosen Freundlichkeit. Die Politiker und Generäle mochten rasen und toben, aber die schweigend wartenden Millionen fühlten, daß nun endlich ein langes und blutiges Kapitel der Geschichte zum Abschluß kommen würde.

Und nun war Stormgren verschwunden, niemand wußte, wohin. Der Aufruhr legte sich plötzlich, als die Welt erkannte, daß sie den einzigen Mann verloren hatte, durch den die Overlords, aus ihren eigenen sonderbaren Beweggründen, zur Erde zu sprechen pflegten. Eine Lähmung schien Presse- und Radiokommentatoren zu befallen, aber in diesem Schweigen konnte man die Stimme der Freiheitsliga hören, die angstvoll ihre Unschuld beteuerte.

Es war völlig dunkel, als Stormgren erwachte. Einen Augenblick war er zu schläfrig, um sich bewußt zu werden, wie ungewöhnlich das war. Dann, seine Benommenheit abschüttelnd, setzte er sich mit einem Ruck auf und tastete unsicher nach dem Schalter neben seinem Bett.



27 из 238