
Und von Stormgren war noch immer keine Nachricht eingetroffen.
Van Ryberg war gerade beim Diktieren, als das „Dringlichkeits“-Telefon zu läuten begann. Er hob den Hörer ab und lauschte mit wachsender Verwunderung, dann warf er ihn auf die Gabel und stürzte an das offene Fenster. In der Ferne stiegen Rufe des Erstaunens von den Straßen auf, und der Verkehr stockte.
Es war Tatsache: Karellens Schiff, dieses unverrückbare Symbol der Overlords, stand nicht mehr am Himmel. Er suchte den Himmel ab, so weit er sehen konnte, und fand keine Spur davon. Dann plötzlich schien es, als ob es auf einmal Nacht geworden wäre. Von Norden kommend, raste das große Schiff, dessen im Schatten liegender Bauch schwäre war wie eine Gewitterwolke, in geringer Höhe über die Türme von New York hinweg. Unwillkürlich schreckte van Ryberg vor dem heranstürmenden Ungetüm zurück. Er hatte immer gewußt, wie riesig die Schiffe der Overlords in Wirklichkeit waren, aber es war etwas ganz anderes, ob man sie weit entfernt im Raum sah, oder ob sie wie von Dämonen getriebene Wolken über einem hinwegrasten.
In der Dunkelheit dieser halben Sonnenfinsternis blieb er auf seinem Beobachterposten, bis das Schiff und sein ungeheurer Schatten im Süden verschwunden waren. Man hörte kein Geräusch, nicht einmal einen Lufthauch, und van Ryberg machte sich klar, daß das Schiff, obwohl es dem Anschein nach so nahe gewesen war, doch mindestens einen Kilometer über seinem Kopf hinweggebraust sein mußte. Dann erzitterte das Gebäude, als die Schallwelle es traf, und von irgendwoher ertönte das Klirren zerbrochenen Glases, als ein Fenster eingedrückt wurde.
