«Wissen Sie irgendetwas über Mrs. Aschers Vergangenheit?»

«Sie stammte aus Hampshire, ging schon als junges Mädchen nach London in Stellung, traf dort mit Ascher zusammen und heiratete ihn. Während des Krieges hatten sie es nicht leicht. 1922 verließ sie ihn endgültig. Damals lebten sie noch in London. Sie kam hierher, um aus seinem Blickfeld zu verschwinden; aber er bekam heraus, wohin sie gezogen war, und folgte ihr, um sie hier dauernd um Geld anzugehen…»

Ein Constable trat ein.

«Ja, Briggs, was ist los?»

«Wir haben Ascher, Sir.»

«Gut. Führen Sie ihn herein. Wo ist er gefunden worden?»

«Er hatte sich in einem Güterwagen auf dem Bahnhof versteckt.»

«Tatsächlich? Also, herein mit ihm!»

Franz Ascher war zweifellos eine Elendsfigur und wirkte abstoßend. Er stammelte verworren, war unterwürfig und im nächsten Augenblick anmaßend und frech. Seine trüben Augen huschten verschlagen von einem Gesicht zum anderen.

«Was wollen Sie von mir? Ich habe nichts getan. Es ist eine Affenschande und eine Gemeinheit, dass man mich hierher bringt! Ihr Schweine! Dazu habt ihr kein Recht!» Plötzlich änderte er seinen Ton. «Nein, nein, so habe ich es nicht gemeint – Sie werden einem armen, alten Mann doch nichts antun, nicht wahr? Sie werden nicht hart zu ihm sein. Alle Leute sind hart und böse mit dem armen, alten Franz. Armer, alter Franz!»

Mr. Ascher fing an zu weinen.

«Schluss damit, Ascher», sagte der Inspektor. «Nehmen Sie sich zusammen. Ich habe keinerlei Anklage gegen Sie erhoben – noch nicht. Und Sie sind nicht verpflichtet auszusagen, wenn Sie nicht wollen. Andererseits, wenn Sie nichts mit dem Mord an Ihrer Frau zu tun haben…»

Ascher unterbrach ihn mit einem gellenden Aufschrei.

«Ich habe sie nicht getötet! Ich habe es nicht getan! Es ist eine Lüge! Ihr alle seid gottverdammte englische Schweine – alle gegen mich. Ich habe sie nicht umgebracht – ich nicht!»



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