
Van Atta grinste. Leo hatte den Eindruck, Van Atta wäre auf den Absätzen gehüpft, wenn er sich nicht in der Schwerelosigkeit befunden hätte.
Tony gehorchte und zog sich über die Steuertafel hoch. Er trug rote Shorts…
Leo blinzelte und hielt geschockt den Atem an. Der Junge hatte keine Beine. Aus seinen Shorts ragte ein weiteres Paar Arme hervor.
Funktionsfähige Arme; er benutzte eben jetzt seine… — seine untere linke Hand, vermutete Leo, müßte er sie wohl nennen —, um sich festzuhalten, während er sich Leo entgegenstreckte. Sein Lächeln war völlig unbefangen. Leo hatte seinen eigenen Griff losgelassen und mußte ihn herumtastend wiedersuchen und reckte sich linkisch, um die dargebotene Hand zu ergreifen. »Guten Tag«, brachte er heiser hervor. Es war fast unmöglich, nicht auf die unteren Gliedmaßen des Jungen zu starren. Leo zwang sich, seinen Blick auf die lebhaften blauen Augen des jungen Mannes zu richten. »Hallo, Sir. Ich freue mich, Sie kennenzulernen.« Tonys Händedruck war schüchtern, aber ehrlich, seine Hand trocken und stark.
»Hm…«, stotterte Leo, »hm, wie ist Ihr Familienname… äh… Tony?« »Oh, Tony ist nur mein Spitzname, Sir. Meine volle Bezeichnung ist TY-776-424-XG.«
»Dann… hm… werde ich Sie wohl Tony nennen«, murmelte Leo, zunehmend verblüfft. Van Atta kam ihm nicht zu Hilfe, sondern schien Leos Unbehagen ganz und gar zu genießen.
»So nennt mich jeder«, sagte Tony liebenswürdig.
»Hol Mr. Grafs Reisetasche, ja, Tony?«, sagte Van Atta. »Kommen Sie, Leo, ich werde Ihnen Ihr Quartier zeigen, und dann können wir den großen Rundgang machen.«
Leo folgte seinem schwebenden Führer in den Querkorridor, auf den er wies, und blickte mit erneutem Erstaunen über die Schulter zurück auf Tony, der sich genau auf der anderen Seite des Raumes abstieß und durch die Shuttleluke schwang.
