
»Aber wir haben doch noch gar nichts von der Stadt gesehen!« wandte er ein.
Juan zuckte mit den Schultern und wollte etwas entgegnen, aber Lady Grandersmith kam ihm zuvor: »Es ist schade, daß ihr schon abreisen wollt. Mike hat Recht -ihr habt bisher nichts von Kairo gesehen, ganz zu schweigen von den anderen Sehenswürdigkeiten, die dieses herrliche Land bietet. Seid ihr überhaupt bei den großen Pyramiden gewesen?« Juan schüttelte den Kopf, und Lady Grandersmith sagte: »Also, die müßt ihr euch unbedingt ansehen, bevor ihr die Stadt verlaßt. Kairo zu besuchen, ohne die Pyramiden zu sehen, ist eine Todsünde! Ich werde gleich nachher mit Mister Trautman darüber reden. «
Juan atmete hörbar ein. »Ich glaube nicht, daß -« In diesem Moment betraten sie das Hotelrestaurant, und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Mike begriff sofort, was geschehen würde, als sein Blick durch den Saal flog, der zu dieser Stunde bis auf den letzten Platz gefüllt war, und an dem Schreibtisch am anderen Ende des Restaurants hängenblieb, an dem der Hotelmanager saß - und an dem langhaarigen deutschen Schäferhund, der neben ihm auf den Mosaikfliesen vor sich hin döste.
»O nein!« murmelte Mike, aber es war bereits zu spät.
Astaroth hatte unmittelbar hinter ihm und Lady Grandersmith das Restaurant betreten und ebenfalls sofort den Hund erspäht. Mike bückte sich nach dem Kater, um ihn festzuhalten, aber Astaroth schlüpfte mit einer flinken Bewegung unter seinen Händen weg und raste los.
Mike sah, wie die Augen des Hotelmanagers groß wurden. Sein Gesicht färbte sich in einer einzigen Sekunde bleich, dann puterrot und dann schneeweiß. Der Hund, der den Kopf auf die Vorderpfoten gebettet hatte, fuhr mit einem Ruck hoch, erkannte den schwarzen Riesenkater, der auf ihn zuschoß, und stieß ein überraschtes Heulen aus. Dann sprang er auf und raste mit Riesensätzen davon, wobei er wieder ein Heulen ausstieß, als wären sämtliche Furien der Hölle auf einmal hinter ihm her.
