Es blieb lange still, als sie die Informationen verdauten. Dann sagte Brazil:»Aber wenn es siebenhundertachtzig Lebensformen mit entsprechenden Biosphären gibt, Serge, warum hat es dann hier im Süden kein Weltbürgertum gegeben? Ich meine, warum sitzt jeder in seinem kleinen Bereich fest?«

»Es gibt natürlich eine gewisse Vermischung«, erwiderte Ortega. »Manche Hexagons sind vereinigt worden, andere nicht. Die Leute bleiben aber meist in ihren Gebieten, weil jedes anders ist. Außerdem haben die Leute Andersartige nie gut leiden können. Die Menschheit — die unsere und offenbar auch die aller anderen — hat stets selbst nach kleinen Vorwänden gesucht, andere Gruppen zu hassen. Hautfarbe, Sprache, sonderbar geformte Nasen, Religion oder irgend etwas anderes. Zu verschiedenen Zeiten sind hier viele Kriege geführt worden, und es hat große Gemetzel gegeben. Das ist jetzt selten — verlieren tun alle dabei. Also hält sich in der Regel jeder an sein eigenes Hex und kümmert sich um seine eigenen Angelegenheiten. Außerdem kommt der Faktor der Vereinbarkeit dazu. Könnten Sie sich wirklich mit einer drei Meter großen Haarspinne gut verstehen, die Lebendfleisch frißt, selbst wenn sie nebenbei Schach spielt und Orchestermusik liebt? Und — könnte eine Gesellschaft mit hoher Technologie ein Hex erobern, wo ihre Technologie nicht funktioniert? Auf diese Weise wird eine Art Gleichgewicht gewahrt — technologische Hexe erwerben notwendige Güter wie Lebensmittel von nicht-technologischen Farm-Hexagons, wo Anarchie herrscht und nur Schwerter wirksam sind. Und in manchen Hexagons gibt es natürlich recht tüchtige Zauberer — und ihre Sprüche wirken.«



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