Er sah Haven und seinen Ersten Leutnant, dazu all die anderen anonymen Gesichter, das Blau und Weiß der Offiziere, das Scharlachrot der Seesoldaten, die gebräunten Körper der Seeleute. Am liebsten hätte er ihnen gesagt:»Ich bin hier zwar Admiral, aber die Hyperion ist noch immer mein Schiff.»

Er hörte Allday ins Boot klettern und wußte, daß er ängstlich auf ihn achtete, auch wenn er es verbarg, immer bereit zuzugreifen, falls sein Auge sich wieder verschleierte und er den Halt verlor. Bolitho lüftete den Hut, und sofort stimmten Trommeln und Pfeifen ihre lebhafte Weise an, die Royal Marines präsentierten die Gewehre, während der Degen ihres Majors grüßend funkelte.

Bolitho kletterte das steile Fallreep hinunter ins Boot. Sein letzter Blick auf Haven überraschte ihn: Die Augen des Kommandanten waren kalt und feindlich. Es würde gut sein, sich dessen zu erinnern.

Das Wachboot glitt heran und wartete, um die Barkasse durch die vor Anker liegenden Schiffe und den Verkehr der Hafenfahrzeuge zu geleiten.

Bolitho beschattete seine Augen und schaute zum Land. Wieder eine neue Herausforderung. Aber im Augenblick war ihm eher nach Flucht zumute.

II Ein Wiedersehen

John Allday lugte unter der Krempe seines Hutes hervor und sah die einlaufende Strömung das Wachboot aus dem Kurs drängen. Er legte die Pinne, und Bolithos frisch gestrichene grüne Barkasse folgte dem anderen Boot ohne eine Unterbrechung im Takt der Ruderer. Alldays Ruf als des Admirals persönlicher Bootssteurer war legendär.

Er sah über die Bootscrew hinweg, die Gesichter sagten ihm nichts. Das Boot selbst war von ihrem letztem Schiff, der Argonaute, einer französischen Prise, übernommen worden; Bolitho hatte es seinem Bootssteurer überlassen, eine neue Mannschaft auf der Hyperion zu rekrutieren.



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