
Die Frau wußte eine Menge über Schiffe. Sie war schon viele tausend Meilen über See gereist und hatte ein Auge für Einzelheiten. Eine Stimme der Vergangenheit erklang in ihrem Gedächtnis, die das Schiff als des Mannes schönstes Werk bezeichnet und hinzugefügt hatte: und so anspruchsvoll wie eine Frau. Hinter ihr bemerkte jemand:»Vermutlich wieder ein offizieller Besuch. «Niemand antwortete, denn auch für Spekulationen war es zu heiß. Schritte klapperten über Steinstufen, und sie hörte den Sprecher sagen:»Laßt mich wissen, wenn es weitere Nachrichten gibt.»
Der Bedienstete eilte davon, während sein Herr eine gekritzelte Botschaft aus dem Hafen öffnete.»Es ist die Hyperion mit vierundsiebzig Kanonen, unter Kapitän Haven.»
Die Frau besah sich das Schiff näher, ihre Gedanken kreisten um den Namen. Wieso machte er sie stutzig?
Ein anderer murmelte:»Guter Gott, Aubrey, ich dachte, die wäre eine ausgemusterte Hulk in Plymouth!»
Gläser klangen, aber die Frau bewegte sich nicht. Kapitän Haven? Der Name sagte ihr nichts.
Das Wachboot ruderte müde dem hohen Zweidecker entgegen. Die Frau liebte es, einlaufenden Schiffen zuzuschauen, das Durcheinander an Deck wahrzunehmen, die nach außen hin konfus erscheinenden Vorbereitungen, bis der große Anker ins Wasser platschte. Neue Seeleute würden die Insel betreten, viele zum erstenmal. Ein ferner Gruß von den Häfen und Ortschaften Englands.
Der Sprecher erklärte weiter:»Ja, die Hyperion war schon außer Dienst gestellt. Aber in diesem Krieg, der sich mit jedem Tag ausweitet, sind unsere Oberen in Whitehall so unvorbereitet wie immer. Ich nehme an, daß sogar noch die Wracks an unserer Küste wieder in Dienst gestellt werden.»
