Von allen Seiten waren zahllose Stimmen zu hören. Es sprachen die Affen und Bären, Löwen und Tiger, Spatzen und Krähen, Spechte und Meisen. Sie hatten viele Jahre nicht sprechen können, und jetzt freuten sie sich unbändig, einander ihre Gedanken, Gefühle und Wünsche mitteilen zu können. „Nicht so laut!" befahl der Zauberer barsch, und die Stimmen klangen leiser. „So, jetzt beginnt für mich ein ruhiges Leben ohne die zudringlichen Menschen", sagte er zufrieden. „Ihr irrt, mächtiger Zauberer!" hörte Hurrikap eine Stimme dicht an seinem Ohr, und eine Elster setzte sich auf seine Schulter. „Verzeiht mir meine Dreistigkeit, aber hier leben Menschen, und es sind ihrer gar nicht wenige." „Unmöglich!" rief unmutig der Zauberer. „Warum habe ich sie nicht gesehen?"

„Ihr seid sehr groß, in unserem Lande aber sind die Menschen sehr klein", rief lachend die Elster und flog davon. Die Elster hatte die Wahrheit gesagt. Hurrikap war so groß, daß er mit dem Kopf die Wipfel der höchsten Bäume erreichte. Seine Sehkraft aber war durch das Alter geschwächt, und Brillen kannten damals selbst die gewandtesten Zauberer noch nicht. Hurrikap wählte eine große Wiese aus, legte sich ins Gras und blickte gespannt in das Dickicht. Da gewahrte er viele kleine Gestalten, die sich ängstlich hinter den Bäumen verbargen.

„He, ihr Menschlein, kommt her!" befahl der Zauberer mit Donnerstimme. Die Menschen traten aus dem Wald hervor und blickten den Zauberer furchtsam an. „Wer seid ihr?" fragte er streng.

„Wir sind die Bewohner dieses Landes, aber wir haben nichts verbrochen", sagten die Menschlein zähneklappernd. „Ich sage ja nicht, daß ihr etwas verbrochen habt", entgegnete Hurrikap. „Ich hätte mich wirklich besser umsehen müssen, bevor ich diesen Ort wählte, aber was geschehen ist, ist geschehen, ich will nichts zurückzaubern. Dieses Land bleibt ein Zauberreich für alle Zeiten, nur werde ich mir ein ruhiges Plätzchen darin aussuchen."



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