„Ja, ich gestehe es", erwiderte der Prinz dreist, ohne die Augen vor dem strengen Blick des Vaters zu senken.

„Hättest du mich getötet, um den Thron in deinen Besitz zu bringen?" fuhr Aranja fort.

„Nein", sagte Bofaro, „das war nicht meine Absicht. Ich habe Euch nur lebenslänglichen Kerker zugedacht."

„Das Schicksal hat es aber anders gewollt", sagte der König. „Was du mir zugedacht hast, soll dir und deinen Kumpanen widerfahren. Kennst du die Höhle?"

Der Prinz zuckte zusammen. Natürlich hatte er von der riesigen Höhle tief unter der Erde gehört. Neugierige, die hineingeblickt hatten, erzählten, sie hätten dort Schatten seltsamer Tiere gesehen, vor denen es ihnen graute. Es sei undenkbar, daß Menschen dort leben könnten, sagten sie. „Ich verbanne dich und deine Kumpane für ewige Zeiten in die Höhle!" rief der König so grimmig, daß selbst die Feinde Bofaros erschauerten. „Aber das ist noch nicht alles! Nicht nur ihr, sondern auch eure Kinder und Kindeskinder sollen nie mehr den blauen Himmel und die strahlende Sonne

sehen. Dafür werden meine Erben sorgen. Sie werden mir schwören müssen, meinen Wunsch heiligzuhalten. Hast du etwas zu entgegnen?" „Nein!" sagte Bofaro, der ebenso stolz und trotzig war wie sein Vater. „Ich habe die Strafe verdient, weil ich meine Hand gegen den Vater erhob. Ich bitte nur, daß man uns Ackerbaugeräte mitgibt."

„Die sollt ihr haben", sagte der König. „Ihr sollt sogar Waffen bekommen, damit ihr euch gegen die wilden Höhlentiere wehren könnt." Die düsteren Kolonnen der Verbannten zogen, von ihren weinenden Frauen und Kindern gefolgt, unter die Erde. Vor dem Eingang wurde ein großer Trupp Soldaten postiert, die darauf zu achten hatten, daß kein Rebell zurückkehrte. Bofaro, seine Frau und seine zwei Söhne stiegen als erste in die Höhle hinab.



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