»Hier gefällt es mir!« rief Hurrikap freudig aus. »Hier werde ich auf meine alten Tage Ruhe haben. Jetzt muß ich nur noch dafür sorgen, daß kein Mensch hierherfindet.«

Für einen so mächtigen Zauberer wie Hurrikap war das ein leichtes.

»Eins!« rief er, und im nächsten Augenblick erhoben sich riesige Berge um das Land.

»Zwei!« rief er, und jenseits der Berge entstand eine große Sandwüste, die kein Mensch hätte durchqueren können.

Hurrikap dachte nach, was ihm noch fehle.

»Hier soll immer Sommer sein!« befahl er. »Ich will, daß es ein Wunderland ist, in dem alle Tiere und Vögel wie Menschen sprechen sollen!« fügte er hinzu, und sogleich ging sein Wunsch in Erfüllung.

Von allen Seiten waren zahllose Stimmen zu hören. Es sprachen die Affen und Bären, Löwen und Tiger, Spatzen und Krähen, Spechte und Meisen. Sie hatten viele Jahre nicht sprechen können, und jetzt freuten sie sich unbändig, einander ihre Gedanken, Gefühle und Wünsche mitteilen zu können.

»Nicht so laut!« befahl der Zauberer barsch, und die Stimmen klangen leiser. »So, jetzt beginnt für mich ein ruhiges Leben ohne die zudringlichen Menschen«, sagte er zufrieden.

»Ihr irrt, mächtiger Zauberer!« hörte Hurrikap eine Stimme dicht an seinem Ohr, und eine Elster setzte sich auf seine Schulter. »Verzeiht mir meine Dreistigkeit, aber hier leben Menschen, und es sind ihrer gar nicht wenige.«

»Unmöglich!« rief unmutig der Zauberer. »Warum habe ich sie nicht gesehen?«

»Ihr seid sehr groß, in unserem Lande aber sind die Menschen sehr klein«, rief lachend die Elster und flog davon.

Die Elster hatte die Wahrheit gesagt. Hurrikap war so groß, daß er mit dem Kopf die Wipfel der höchsten Bäume erreichte. Seine Sehkraft aber war durch das Alter geschwächt, und Brillen kannten damals selbst die gewandtesten Zauberer noch nicht.



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