
Die Schar wollte wieder abziehen, aber da sprach Doktor Boril einen Gedanken aus, der später das Leben im Lande der unterirdischen Erzgräber völlig verändern sollte. Er sagte:
»Vielleicht tritt das Wasser hier hervor und verschwindet dann wieder? Vielleicht fließt es von Zeit zu Zeit aus dem Felsen und versickert dann?«
Doktor Robil lachte über diese Vermutung, und der gekränkte Doktor Boril schlug vor, man solle sie doch überprüfen.
»Laßt uns eine Woche hier verweilen oder zwei, oder einen Monat!« rief er.
»Vielleicht! ein! Jahr!?« fragte spöttisch Doktor Robil.
»Falls das Wasser nach einem Monat nicht da ist, gebe ich mich geschlagen«, sagte tapfer Boril. »Dann will ich zum Zeichen meiner Niederlage auf allen vieren eine Runde um die Stadt der sieben Könige machen!«
»Das! ist! mir! recht!« schmunzelte Robil.
Die zwei Doktoren blieben bei der verschwundenen Quelle, und damit es ihnen nicht langweilig werde, blieben auch die beiden Minister, die die Neugier gepackt hatte. Außerdem konnte man ja zu viert besser würfeln (einer der Minister, ein leidenschaftlicher Spieler, trug immer Würfel bei sich).
»Und Ihre Ministerien?« fragte Ortega.
»Die kommen auch ohne uns aus«, sagte der Ackerbauminister unbekümmert.
Die Minister befahlen, man solle Bettzeug und alles Notwendige für einen längeren Aufenthalt im Labyrinth herbeischaffen, so Proviant, Wein und Obst. Dann solle man sie alle zwei Tage besuchen und den Vorrat ergänzen.
Fünfmal kehrte Ortega in die Höhle zurück, und jedesmal fand er alles beim alten. Das Becken war leer. Doktor Robil hänselte seinen Kollegen Boril und riet ihm, sich rechtzeitig im Gehen auf allen vieren zu üben, das Gesicht Borils aber wurde mit jedem Tag finsterer.
