
Diesmal hatte die Fehde zwischen den Sechsfüßern und den Echsen den Menschen jedoch das Leben gerettet.
DIE MENSCHEN BEGINNEN EIN NEUES LEBEN
Jahre vergingen. Die Ausgestoßenen gewöhnten sich allmählich an das Leben unter der Erde. Sie erbauten am Ufer des Sees eine Stadt und umgaben sie mit einer steinernen Mauer. Um nicht Hungers zu sterben, begannen sie zu pflügen und Getreide zu säen. Die Höhle lag so tief, daß ihr Boden durch die unterirdische Hitze erwärmt wurde. Von Zeit zu Zeit fiel Regen aus den goldgelben Wolken, so daß der Weizen ausreifen konnte, allerdings langsamer als auf der Erde. Für die Menschen war es aber ungeheuer anstrengend, die schweren Pflüge über die steinigen Äcker zu schleppen.
Einmal kam der alte Jäger Karum zu König Bofaro und sagte zu ihm:
»Eure Majestät! Die Bauern werden die Mühen des Pflügens nicht mehr aushalten können und vor Erschöpfung sterben. Darum schlage ich vor, daß wir Sechsfüßer vor die Pflüge spannen.«
Der König fragte überrascht:
»Werden die Bestien die Bauern nicht zerreißen?«
»Ich werde sie zähmen«, versicherte Karum. »Oben, auf der Erde, hatte ich mit den schrecklichsten Raubtieren zu tun, und ich habe sie immer gezähmt!«
»Dann tu es!« willigte Bofaro ein. »Du wirst wahrscheinlich Helfer brauchen, nicht wahr?«
»Ja«, sagte der Jäger, »aber außer den Menschen werden mir auch die Drachen helfen.«
Wieder staunte der König. Doch Karum sagte ruhig:
»Seht, wir Menschen sind schwächer als die Sechsfüßer und die fliegenden Echsen. Aber wir besitzen Verstand, und den haben diese Tiere nicht. Ich werde die Sechsfüßer mit Hilfe der Drachen zähmen, und die Sechsfüßer werden mir helfen, die Drachen in Botmäßigkeit zu halten.«
