»Ich hätte auch einmal behauptet, es sei unmöglich, was Mavra Tschang getan hat«, erklärte er. »Ich hätte behauptet, der Schacht der Seelen, die Sechseck-Welt, Makiem und alles andere wären ebenfalls nicht möglich. Außerdem habe ich Geschichte studiert. Vor knapp über zweihundert Jahren hat jemand aus dem Norden es geschafft, hierher in den Süden zu kommen. Wenn das möglich ist, kann auch das Umgekehrte geschehen.«

»Ich weiß, Der Erahner und Der Rel oder so ähnlich. Die ganze Geschichte ist so verworren und legendenhaft, daß kaum jemand daran glaubt, das weißt du. Damals soll es auch einen Markovier gegeben haben — nach einer Million Jahren oder mehr, nachdem seine ganze Rasse ausgestorben war —, und der Schacht wurde angeblich geöffnet, betreten und dann für alle Zeit verschlossen. Wenn du an solche Märchen glaubst, kann man dir alles erzählen.«

»Nun, da, wo ich herkomme, gab es Mythen über seltsame, intelligente Wesen in der fernen Vergangenheit — Zentauren und Meerjungfrauen und Elfen und Kobolde und fliegende Pferde und Minotauren und dergleichen. Ich habe hier jedes einzelne dieser Wesen gesehen. Diesen Markovier — diesen Nathan Brazil, wie er in meinem Raumsektor genannt wurde — hat es wirklich gegeben. Es gibt an Orten wie diesem Forschungszentrum der Pflanzen in Czill Aufzeichnungen und Beschreibungen von ihm. Die Leute glauben kaum an Märchen. Und Serge Ortega glaubt an ihn, ja, er behauptet sogar, ihn gekannt zu haben.«

»Ortega!«sagte sie verächtlich. »Ein Halunke! Wegen seinem Drang nach Unsterblichkeit ein Gefangener in Zone und Jahrhunderte älter, als irgendein Ulik es sein dürfte. Er ist ein seniler alter Mann.«

»Uralt ist er«, gab Trelig zu, »aber senil nicht. Vergiß nicht, er ist derjenige, welcher Mavra Tschang auf Eis gelegt hat und beschützt, bis er seine eigene Lösung für das Debakel im Norden findet. Er ist der Mann, der die Sache mit dem Erahner und dem Rel aufgebracht hat. Er war dabei



9 из 276