Bolitho beugte sich vor und stützte die Hände auf die Achterdecksreling, als das Schiff sich schwerfällig hob. Es überraschte ihn, daß einige Männer sich einander tatsächlich bei seinen abgenutzten Worten grinsend in die Rippen stießen. In wenigen Monaten würden sie das wahre Elend des Blockadedienstes kennenlernen: Schutzlos und ohne frische Lebensmittel jedes Wetter durchzustehen, während die Franzosen es sich in ihren Häfen wohl sein ließen und gelassen auf eine Lücke in der Kette britischer Schiffe warteten, durch die sie ausbrechen, hart zuschlagen und sich wieder zurückziehen konnten, ehe es zu einem Gegenschlag kam.

Gelegentlich wurde ein Schiff abgelöst, um mit neuem Proviant versorgt zu werden oder wichtige Reparaturen vornehmen zu lassen; dann wurde sein Platz von einem anderen übernommen, wie jetzt durch die Hyperion.

In forschem Ton fügte Bolitho hinzu:»Es gilt, vieles zu vollbringen, und ich erwarte von jedem, daß er sein Bestes gibt, jede Aufgabe erfolgreich erfüllt, vor die er gestellt wird. «Hier schnitt ein Teil der älteren Leute Grimassen. Sie wußten, das bedeutete Geschützexerzieren und Segeldrill unter Aufsicht eines Offiziers mit der Uhr in der Hand, bis der Kommandant zufrieden war. Bei dieser Art Wetter keine angenehme Aufgabe, besonders nicht für Männer, die noch nie zur See gefahren waren.

Bolitho ließ den Blick zur anderen Seite des Achterdecks schweifen, wo Inch und die anderen vier Leutnants in einer Reihe an der Reling standen. In den hektischen Tagen bis zur Wiederindienststellung der Hyperion und danach hatte er zuwenig Zeit gefunden, seine neuen Offiziere kennenzulernen. Die drei jüngeren erschienen durchaus willig, sie waren aber noch sehr jung und besaßen wenig Erfahrung. Ihre Uniformen strahlten vor Neuheit, und ihre Gesichter waren so rosig wie die von Midshipmen.



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