Maynard sah wie immer tadellos elegant und vertrauenswürdig aus, ein äußeres Bild, das ihm sowohl im Geschäftsleben zustatten kam, wo er ein Riesenvermögen auf Kosten anderer erworben hatte, als auch in Gesellschaftskreisen, wo er viel für wohltätige Zwecke spendete und sich zu seinen guten Werken gratulierte. Nur die vergleichsweise wenigen Leute, die das schäbige, brutale Innere durchschaut hatten, blieben zynisch unbeeindruckt.

Er hatte aus Respekt vor der Prinzessin den Hut abgenommen und hielt ihn an seine Brust gedrückt; sein angegrautes blondes Haar war akkurat geschnitten und gebürstet. Er krümmte sich fast, so sehr wünschte er der Prinzessin zu gefallen, während er gleichzeitig ihren Jockey anschwärzte, und ich war mir nicht sicher, ob er ihr nicht das Zugeständnis abringen konnte, daß vielleicht in diesem einen Fall Kit Fielding ihr Pferd wohl doch zu hart angefaßt hatte.

Nun ja… sie würden keine Striemen bei Cascade entdecken, denn mit der Peitsche hatte ich ihn kaum berührt. Der andere Starter war zu nah gewesen; als ich den Arm hob, hatte ich festgestellt, daß ich eher ihn als Cascade treffen würde, wenn ich die Peitsche herunterbrachte. Maynard hatte sicher meinen erhobenen Arm gesehen, aber Beine, Füße, Handgelenke und Wut hatten die Sache erledigt. Vielleicht gab es Peitschennarben in Cascades Seele, falls er eine hatte, doch davon wäre dann auf seinem Haarkleid nichts zu sehen.

Maynard überlegte des längeren mit geschürzten Lippen, Kopfgeschüttel und schweifenden Augen, aber schließlich verbeugte er sich steif vor der reizend lächelnden Prinzessin, setzte sorgfältig seinen Hut wieder auf und stolzierte enttäuscht davon.



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