In der kleinen, aber gut eingerichteten Kombüse bereitete die Stewardeß, Janet Benson, alles für das Essen vor, das eigentlich schon vor zwei Stunden hätte serviert werden sollen. Der Spiegel über dem Gläserschrank reflektierte ihr vergnügtes Gesicht. Immer beim Beginn eines Fluges empfand sie eine dankbare Überschwenglichkeit. Doch sie war stets bemüht, sie in den vier Wänden ihrer kleinen Kombüse zu verbergen. Sie nahm das nötige Geschirr aus den eingebauten Haltevorrichtungen und summte leise vor sich hin. Das Servieren war der letzte Teil ihrer Pflichten als Stewardeß, und Janet wußte, daß es für ein Flugzeug voll hungriger Mägen ziemlich spät war. Trotzdem war sie zufrieden und glücklich. Viele ihrer Fluggäste sahen ihr nach und beobachteten das lockere Spiel ihrer blonden Haare, die unter dem Mützchen hervorlugten. Die graziösen Bewegungen ihres schlanken Körpers erweckten in ihr, während sie eifrig den Gang auf und ab eilte, regelrechtes Selbstvertrauen. Janet, einundzwanzig Jahre alt, begann gerade erst zu leben. Sie fand es herrlich.

Vorn in der Pilotenkabine herrschte nur ein einziger Ton: das gleichmäßige Gedröhn der Motoren. Beide Piloten saßen, abgesehen von einer gelegentlichen Arm- oder Beinbewegung, völlig regungslos. Ihre Gesichter waren nur vom schwachen Lichtschein der Armaturen erhellt. Aus den Kopfhörern, die ihre Ohren halb bedeckten, tönte das Krächzen der Unterhaltung zwischen einem anderen Flugzeug und einer Bodenfunkstation. Um die Nacken der beiden Piloten lag ein kleiner Haltearm, an dem das Mikrophon befestigt war. Captain Dunning streckte sich im Sitz aus, ließ einen Moment die Muskeln spielen und blies durch den Schnurrbart, der überall bekannt war. Dunning schien älter als nur 31 Jahre.



11 из 142