Der Produktionsleiter räusperte sich.»Ehm, wir hätten unsererseits nicht den Fehler gemacht, Sie daran zu erinnern, aber da Sie es schon sagen, ja.«

Belustigt hatte ich schließlich nachgegeben, wenn auch mit einem unguten Gefühl, da die Außenaufnahmen in dem Wagen alle noch bevorstanden. Ich hatte gewußt, daß Evan schwierig war, hatte aber nicht damit gerechnet, daß er es fast bis zum Sadismus treiben würde.

Mit einem Ruck brachte ich den Moke hinter dem Sonnendach zum Stehen und legte die Plane darüber, damit er nicht wieder zu glühen anfing. Ich war genau zwölf Minuten weggewesen, doch als ich in den Unterstand trat, entschuldigte Evan sich gerade bei den Kameraleuten, daß ich sie in dieser Hitze herumhängen ließ. Terry, der eben erst die Arriflex mit einem frischen Magazin aus der Kühlbox versorgt hatte, machte eine wegwerfende Handbewegung, aber niemand raffte sich zu einer Widerrede auf. Bei vierzig Grad im Schatten hatte außer Evan niemand mehr einen Funken Energie.

«Also gut«, sagte er munter.»Steigen Sie in den Wagen, Link. Szene 623, die zehnte. Und daß es in drei Teufels Namen diesmal klappt.«

Ich sagte nichts. Von den neun vorhergehenden Aufnahmen waren drei verschleiert; blieben die sechs von heute, und ich wußte genau wie alle anderen, daß Evan jede einzelne davon hätte verwenden können.

Ich stieg ein. Wir filmten die Szene noch zweimal.

Evan brachte es fertig, selbst danach noch zweifelnd den Kopf zu schütteln, doch der Chefkameramann sagte ihm, das Licht werde zu gelb und weitere Aufnahmen seien sinnlos, da sie sich nicht auf die Szene davor abstimmen ließen. Evan gab nur nach, weil ihm kein plausibler Grund zum Weitermachen einfiel, und dafür dankte ich Apoll.

Das Team packte zusammen. Das Mädchen kam schlapp herüber und nahm mir die Handschellen ab. Zwei Arbeiter begannen den Sportwagen in Staubdecken und Planen einzumummeln, die sie am Boden festpflockten, und Terry und Lucky bauten ihre Kameras ab und machten sie transportfertig.



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