
«Dann gehen wir jetzt erst mal nach oben — und dann raus in die Scheune und sehen uns dort um.« Er hielt inne und blickte in der Küche umher.
«Sie sind überzeugt, dass hier nichts Wichtiges war?«, fragte er den Sheriff.»Nichts, was auf ein — Tatmotiv hindeuten würde?« Der Sheriff blickte ebenfalls umher, wie um sich selbst erneut davon zu überzeugen.
«Hier ist nichts außer Küchenkram«, sagte er und lachte leise über die Bedeutungslosigkeit von Küchenkram.
Der Bezirksstaatsanwalt betrachtete den Schrank — ein merkwürdiges grobes Möbel, halb Wandschrank und halb Küchenschrank, das Oberteil in die Wand eingebaut, das untere Teil ein einfaches, altmodisches Küchenbüfett. Wie von dessen seltsamem Aussehen angezogen, holte er sich einen Stuhl, öffnete das obere Teil und sah hinein. Gleich darauf zog er seine Hand klebrig wieder heraus.
«So eine Schweinerei«, sagte er verärgert.
Die beiden Frauen waren näher getreten, und nun sagte die Frau des Sheriffs etwas.
«Ach — ihr Obst«, sagte sie und sah Mrs. Hale dabei um Verständnis bittend an. Sie wandte dem Bezirksstaatsanwalt den Rücken zu und erläuterte:»Sie hat sich Sorgen darum gemacht, als es gestern Nacht so kalt wurde. Sie sagte, wenn das Feuer ausgeht, könnten ihre Gläser platzen.« Mrs. Peters’ Gatte brach in Gelächter aus.
«Ha, ist die Frau denn zu fassen! Sitzt in Haft wegen Mord und macht sich Sorgen um ihr Eingemachtes!« Der junge Anwalt kniff die Lippen zusammen.
«Ich glaube, bis wir mit ihr fertig sind, wird sie sich über was Ernsteres Sorgen machen müssen als über ihr Eingemachtes.« «Ach, was soll’s«, sagte Mrs.
Hales Gatte voll gutmütiger Überheblichkeit,»Frauen sind es ja gewohnt, sich um die geringsten Sachen Sorgen zu machen.« Die beiden Frauen rückten etwas näher zusammen.
