
«Ja. Natürlich ist uns das recht. «Also würde es doch eine Hochzeit geben. Warum hatte ich auch nur den Schatten eines Zweifels daran?
«Einige Gäste werden aus dem Ausland anreisen«, fuhr Mrs. Stanhope fort.»Ich sorge dafür, daß sie hier im Haus untergebracht werden können.«
«Wißt ihr schon, wo ihr eure Flitterwochen verbringen wollt?«fragte Mr. Stanhope.
Charles lächelte und drückte Tracys Hand.»Das ist unser kleines Geheimnis, Vater.«
«Und wie lange sollen eure Flitterwochen dauern?«wollte Mrs. Stanhope wissen.
«Etwa fünfzig Jahre«, antwortete Charles. Und Tracy liebte ihn dafür.
Nach dem Essen gingen sie in dieBibliothek, um einenBrandy zu trinken. Tracy sah sich in dem hübschen, alten, mit Eiche getäfelten Raum um: Regale mit ledergebundenenBüchern, zwei Corots, ein kleiner Copley und ein Reynolds. Es hätte ihr nichts ausgemacht, wenn Charles völlig unvermögend gewesen wäre, aber sie mußte natürlich zugeben, daß ein Leben im Wohlstand sehr angenehm sein würde.
Kurz vor Mitternacht fuhr Charles sie zu ihrer kleinen Wohnung in der Nähe des Fairmount‑Parks zurück.
«Hoffentlich war der Abend keine Strapaze für dich, Tracy. Meine Eltern können manchmal einbißchen steif sein.«
«Ich fand sie reizend«, log Tracy.
Sie war erschöpft von der Anspannung der letzten Stunden, doch als sie mit Charles vor ihrer Wohnungstür stand, fragte sie:»Kommst du noch mit rein?«Er sollte sie jetzt in seinen Armen halten, sollte sagen:»Ich liebe dich. Kein Mensch auf der Welt wird uns je auseinanderbringen.«
Stattdessen sagte er:»Heute nicht mehr. Ich habe morgen
viel zu tun.«
Tracy verbarg ihre Enttäuschung.»Natürlich, Liebling. Ich verstehe.«
«Ich rufe dich morgen an. «Er küßte sie flüchtig, wandte sich um und ging den Korridor entlang. Tracy sah ihm nach, bis er verschwunden war.
