Ich blinzelte ins Licht. Der Mann, der gesprochen hatte, saß auf einem ledergepolsterten Lehnstuhl, die Finger steif über einem anschwellenden Wanst gefaltet. Seine Stimme hatte ziemliche Ähnlichkeit mit der von Gummimaske: ohne besonderen Akzent, aber nicht englisch. Seine Schuhe, die mehr auf meiner Höhe lagen, waren weich, handgemacht und aus Genueser Leder.

Italienischer Stil. Nicht besonders aufschlußreich: Italienische Schuhe werden von Hongkong bis San Francisco verkauft.

Eines der Gummigesichter räusperte sich.»Es ist Griffon.«

Die Überreste des Lachens erstarben kalt. Griffon war tatsächlich mein Name. Wenn ich nicht der richtige Mann war, mußten sie es auf meinen Vater abgesehen haben. Aber das machte genausowenig Sinn: Er war wie ich in keinem entführungsanfälligen Beruf tätig.

Der Mann auf dem Lehnstuhl sagte, noch immer mit demselben gezügelten Zorn, durch zusammengebissene Zähne:»Es ist nicht Griffon.«

«Doch«, beharrte Gummigesicht matt.

Der Mann erhob sich von seinem Lehnstuhl und rollte mich mit seiner eleganten Schuhspitze auf den Rücken.

«Griffon ist ein alter Mann«, sagte er. Die beißende Schärfe seiner Stimme ließ die beiden Gummigesichter einen Schritt zurücktaumeln, als hätte er sie geschlagen.

«Sie haben uns nicht gesagt, daß er alt ist.«

Das andere Gummigesicht unterstützte seinen Kollegen mit einem defensiven Jaulen und einem anderen Akzent. Diesmal waschechtes Amerika.»Wir haben ihn den ganzen Abend beobachtet, er ist durch die Ställe gegangen und hat sich die Pferde angesehen. Jedes einzelne. Die Männer, die haben ihn wie ihren Boß behandelt. Er ist der Trainer, er ist Griffon.«

«Griffons Assistent«, sagte der dicke Mann wutentbrannt. Er setzte sich wieder und hielt sich mit derselben Anstrengung an der Armlehne fest, mit der er seine Fassung zu wahren versuchte.



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